Sonntag, 18. Oktober 2026

Steam Deck - WebDAV (mailbox.org Drive) unter Linux als Ordner einrichten (Rclone)

Wer auf dem Steam Deck Dateien aus der Cloud nutzen möchte, stößt schnell an Grenzen: Der Dateimanager von SteamOS („Dolphin") bietet zwar grundsätzlich eine Möglichkeit, Netzwerkressourcen zu erreichen. Aber bei WebDAV-Anbietern wie mailbox.org führt das erfahrungsgemäß zu frustrierenden Fehlern wie dem berüchtigten „Does not exist"-Fehler beim Kopieren von Dateien.


Für eine absolut fehlerfreie und stabile Verbindung empfiehlt sich daher das kostenlose Tool Rclone. Es bindet die Cloud wie eine echte lokale Festplatte in das System ein und funktioniert danach in jeder Anwendung, ohne dass sich diese um Protokolle oder Zugangsdaten kümmern muss. Siehe auch https://kb.mailbox.org/de/privat/drive/webdav-unter-linux/.

Voraussetzung: Desktop-Modus

Die gesamte Einrichtung findet im Desktop-Modus des Steam Decks statt. Wechsle dazu im Steam-Menü auf Strom → Desktop-Modus wechseln. Im Desktop-Modus steht dir mit Dolphin der gewohnte Linux-Dateimanager sowie eine Terminal-Konsole zur Verfügung.

Schritt 1: Rclone installieren

Öffne die Terminal-Konsole im Desktop-Modus und führe den offiziellen Installationsbefehl aus:

curl https://rclone.org/install.sh | sudo bash

Schritt 2: Die Verbindung einrichten

Starte die Konfiguration mit:

rclone config

Danach durchläufst du einen geführten Dialog:

  • n wählen – für „New remote" (neue Verbindung anlegen).
  • Der Verbindung einen Namen geben, z. B. mailbox.org.
  • In der Liste der Anbieter webdav auswählen (die angezeigte Nummer eingeben).
  • Als URL die korrekte WebDAV-Adresse von mailbox.org eintragen: https://dav.mailbox.org/servlet/webdav.infostore/Userstore
  • Als Vendor die Option other wählen (für sonstige WebDAV-Anbieter).
  • Anschließend die mailbox.org-E-Mail-Adresse und das Passwort eingeben.

Wenn alles passt, bestätigst du mit y, dass die Konfiguration gespeichert wird. Am Ende sollte die Übersicht etwa so aussehen:

- type: webdav
- url: https://dav.mailbox.org/servlet/webdav.infostore/Userstore
- vendor: other
- user: ***@mailbox.org
- pass: *** ENCRYPTED ***


Schritt 3: Cloud-Ordner anlegen und einbinden


Erstelle zuerst in deinem Home-Verzeichnis einen Ordner, in den die Cloud gemountet werden soll – das geht bequem über den Dateimanager oder per Konsole:

mkdir ~/MailboxCloud

Anschließend bindest du die Cloud in diesen Ordner ein:

rclone mount mailbox.org: ~/MailboxCloud --vfs-cache-mode full &


Das & am Ende sorgt dafür, dass der Mount im Hintergrund läuft und die Konsole weiterhin nutzbar bleibt. Mit dem Cache-Modus full werden Dateien lokal zwischengespeichert, dies sorgt für deutlich flüssigeres Arbeiten und verhindert Schreibfehler bei größeren Dateien.

Ab sofort erreichst du deine mailbox.org-Dateien unter ~/MailboxCloud ,wie eine ganz normale Festplatte.

Tipp: Mount automatisch beim Start einrichten

Der Mount hält leider nur bis zum nächsten Neustart. Wer die Verbindung dauerhaft nutzen möchte, kann den Befehl z. B. per Autostart-Skript im Desktop-Modus oder über einen systemd-Service (User-Service) automatisch beim Anmelden ausführen lassen.

Rclone ist die sauberste Methode, um z.B. das WebDAV-Drive von mailbox.org auf dem Steam Deck einzubinden.

Dienstag, 13. Oktober 2026

KI - Token sparen mit semantischen Ankern

Bei der Arbeit mit KI-Modellen muss nicht jeder Kontext ausführlich erklärt werden. Bestimmte etablierte Begriffe und Abkürzungen funktionieren wie semantische Anker: Das Modell kann damit auf bereits bekannte Konzepte zurückgreifen.


Ein einfaches Beispiel ist TDD (Test Driven Development). Statt in einem Prompt über viele Zeilen zu erklären, wie testgetriebene Entwicklung funktioniert, kann häufig bereits der Begriff „TDD“ ausreichend Kontext liefern.

Das macht Prompts kürzer, spart Token und kann damit auch die Kosten reduzieren. Besonders interessant wird das bei häufig ausgeführten oder automatisierten Prompts.


Montag, 12. Oktober 2026

Steam Deck - KDE Plasma-Benutzeroberfläche neustarten

Ab und an kommt es bei mir vor, dass die KDE Plasma-Benutzeroberfläche bei meinem Steam Deck nicht mehr zur Verfügung steht.


Um die KDE Plasma-Benutzeroberfläche im Desktop-Modus des Steam Decks neu zu starten (ohne sich komplett abzumelden oder in den Gaming-Modus zu wechseln), kann man ganz einfach die Konsole (Terminal) starten und den folgenden Befehl ausführen:

systemctl --user restart plasma-plasmashell

Um die Konsole (das Terminal) im Desktop-Modus des Steam Decks zu öffnen, gibt es zwei schnelle Möglichkeiten:

Über das Suchfeld (KRunner)

1. Drücken Sie die Tastenkombination "Alt + Leertaste" (falls Sie eine Tastatur angeschlossen haben), um die Suchzeile zu öffnen.
2. Tippen Sie "konsole" ein.
3. Drücken Sie Enter.

Über das Anwendungsmenü (Startmenü)

1. Klicken Sie unten links auf das Steam Deck Logo (Startmenü).
2. Klicken Sie auf den Reiter System.
3. Wählen Sie in der Liste den Eintrag Konsole (Terminal).


KI braucht Strom: Deutschlands geplanter Rechenzentrums-Boom

Künstliche Intelligenz, Cloud-Dienste und Digitalisierung treiben den Bedarf an Rechenleistung massiv nach oben. Eine aktuelle interaktive Karte des Aktionsbündnisses „Heiße Luft“ zeigt, dass in Deutschland derzeit rund 100 große Rechenzentren geplant oder bereits im Bau sind. Viele dieser Anlagen benötigen Anschlussleistungen von mehreren hundert Megawatt und sorgen damit für einen deutlich steigenden Strom- und Flächenbedarf.

Besonders interessant: Die Betreiber suchen gezielt Standorte mit guter Anbindung an das Hochspannungsnetz und einem hohen Anteil erneuerbarer Energien. Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass die Auswirkungen auf Stromnetze, Flächenverbrauch und teilweise auch den Wasserbedarf stärker betrachtet werden müssen.

Die interaktive Karte macht sichtbar, wie stark der Ausbau inzwischen fortgeschritten ist und welche Regionen besonders vom KI- und Cloud-Boom betroffen sind.