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Mittwoch, 7. Dezember 2022

Netzwerkanalyse - ping, traceroute und MTR

Für Netzwerkanalysen gehören "Ping" und "Traceroute" zu den am häufigsten verwendeten Tools. In diesem Beitrag möchte ich kurz auf die Verwendung eingehen und MTR (My traceroute) vorstellen, welches die Funktionen von traceroute und ping zu einem Netzwerk-Diagnose-Werkzeug kombiniert.

ping

Dient zum Prüfen der Erreichbarkeit von anderen Rechnern / Servern oder Geräten (z.B. Drucker) über ein Netzwerk. Durch das "Anpingen" eines Netzwerkteilnehmers, bekommt man in der Regel eine kurze Antwort zurückgeschickt. Es lässt sich somit die "grundsätzliche" Erreichbarkeit feststellen. Hierzu wird das ICMP-Protokoll verwendet. Als grundlegender Netzwerkbefehl ist ping auf allen Betriebssystemen verfügbar und muss nicht installiert werden.


traceroute (tracert)

Hiermit lässt sich der Transportweg von IP-Datenpaketen zwischen dem eigenen Rechner und der Gegenstelle ermitteln. Es wird die Antwortzeit der jeweils durchlaufenen Router gemessen. Es lässt sich so das Routing der Verbindung anzeigen und ggf. einen Auslöser von Verzögerungen herausfinden.

Installation: sudo apt-get install traceroute


MTR (My traceroute)

MTR kombiniert die oben beschriebenen Funktionen von traceroute und ping in einem Werkzeug.

Installation: sudo apt-get install mtr


Montag, 25. Januar 2021

Raspberry Pi - statische IP bzw. initiale IP-Adresse vergeben (cmdline-txt)

Betreibt man den Raspberry Pi ohne Tastatur und Monitor, kann man sich per SSH (Raspberry Pi Stretch Lite - Installation incl. SSH Fernsteuerung) von einem anderen Rechner aus einloggen. In der Regel erfolgt per default die Vergabe der IP-Adresse automatisch per DHCP.


Mit der folgenden Methode lässt sich eine feste IP-Adresse direkt per SD-Karte (cmdline-txt) vergeben

In der Datei "cmdline.txt" auf der SD-Karte (vFat-Partition) an der ersten und einzigen Zeile die folgende Syntax hinzufügen:

ip=<Raspi-ip>:<Netboot-ip>:<Gateway-ip>:<Subnetzmaske>:<Hostname>:<Netzwerkkarte>:<Autoconf>

Beispiel:

ip=192.168.1.111::192.168.1.1:255.255.255.0:pihole:eth0:off

Bedeutung der oben genannten Felder:

  • Raspi-ip: IP-Adresse die der Raspberry bekommen soll
  • Netboot-ip: IP eines Netboot-Servers, wird in der Regel nicht benötigt
  • Gateway-ip: IP des Routers
  • Subnetzmaske: Netzmaske, in der Regel 255.255.255.0
  • Hostname: Hostname des Raspberry Pi (im LAN ansprechbar, optional)
  • Netzwerkkarte: das Netzwerk-Gerät für die Zuweisung (z.B. eth0, wlan0)
  • Autoconf: Aktivierung/Deaktivierung der automatische Konfiguration (off)


Alternativ ist (im Nachgang) die folgende Methode (Anpassung der /etc/dhcpcd.conf) weiterhin gültig.