Sonntag, 21. Februar 2021

Zeitmanagement - MoSCoW Priorisierung / Prinzip

In einem meiner ersten Blog Einträge (Nutzen Sie das Parkinsonsche Gesetz) bin ich kurz auf das Pareto-Prinzip (Reduzieren Sie Ihre Aufgaben auf das Wesentliche mit Hilfe der 80-zu-20-Regel) eingegangen. Eine gute Hilfe um seine Aufgaben zu priorisieren, bietet das MoSCoW-Prinzip.


MoSCoW ist ein Akronym und steht für

MUST HAVE

  • Nicht verhandelbare Aufgaben, die zwingend erledigt werden müssen und deren Erledigung erfolgskritisch ist.

SHOULD HAVE

  • Wichtige Aufgaben, die keine hohe Priorität haben, aber durchaus signifikanten Mehrwert für das Tätigkeitsfeld stiften

COULD HAVE

  • Nice-to-have Aufgaben, die nur wenige Mehrwert generieren und daher auch weggelassen werden können ohne Schaden anzurichten.

WON’T HAVE

  • Aufgaben, die eindeutig de-priorisiert werden können, da sie keinen Mehrwert stiften und/oder überproportional viel Zeit in Anspruch nehmen


Mit Hilfe der richtigen Priorisierung sollte man die Umsetzung der jeweiligen Anforderungen nach ihrer Wichtigkeit und ihrem Potenzial steuern.

Mittwoch, 17. Februar 2021

Kommunikation - Feedback, 5 Finger Feedback

In agilen Projekten sind "offene Information- und Feedback-Prozesse" sehr wichtig. Auch sollte man in seinen Projektteam immer ehrliche und aufrichtige Anerkennung geben. In diesem Beitrag möchte ich kurz auf Feedback Möglichkeiten eingehen.


Wie kann man Feedback geben und somit auch die "Scrum Werte" berücksichtigen?

  1. Feedback Möglichkeit anbieten.
  2. Positive Rückmeldung sollte zuerst gegeben werden.
  3. Die Rückmeldung muss konkret sein und sollte eine Beschreibung bzw. Beispiel beinhalten.
    • Wichtig, jeder ist für sich selbst verantwortlich und spricht nur für sich.
    • Nicht: Wir alle sind total verärgert. => Sondern: Ich habe mich geärgert über xyz.
  4. Formulierung einer konkreten Bitte bzw. eines Vorschlags, aber KEINER Forderung.
  5. Der Dialog dabei ist sehr wichtig (den anderen sehen/erkennen, nicht Recht haben wollen).

 

Eine weitere gute Methode, ist die „Fünf-Finger-Methode“.

Quelle: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, https://www.lmz-bw.de/medien-und-bildung/medienwissen/medienbildung/definitionen-von-medienkompetenz-und-methoden/methoden/feedback-hand/

Samstag, 13. Februar 2021

Kommunikation - Aktives Zuhören und GFK (Gewaltfreie Kommunikation)

In einem meiner ersten Beiträge Kommunikation mit Gesprächspartnern in diesem Blog aus 2013, bin ich auf das 4 Ohren Modell von Friedemann Schulz von Thun (4-Seiten-Modell) eingegangen.


Ich möchte diesen Beitrag kurz aufgreifen und beschreiben, wie aktives Zuhören funktioniert, denn Kommunikation beginnt mit "Zuhören".

Deswegen immer volle Konzentration auf den Gesprächspartner und die folgenden Punkte berücksichtigen:

  • Volle Aufmerksamkeit auf den Gesprächspartner bzw. Sprecher.
  • Keine Interpretation.
  • Kein „Was antworte ich?“.
  • Schweigendes Zuhören.
  • Paraphrasieren bzw. (einen sprachlichen Ausdruck) mit anderen Wörtern oder Ausdrücken umschreiben.
  • Fragen stellen.

Ähnlich funktioniert auch das Grundmodell der GFK (Gewaltfreie Kommunikation) von Marshall B. Rosenberg (Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis, Bitte).

Montag, 8. Februar 2021

Linux - Dateinamen mit Sonderzeichen (Umlaute) umwandeln / umbennen mit Detox

Mit Hilfe von Detox kann man relativ schnell Dateinamen bereinigen bzw. umbennen. Es ersetzt z.B. Leerzeichen durch Standardäquivalente und Dateinamen mit UTF-8- oder Latin-1-Zeichen (ISO 8859-1) werden automatisiert bereinigt.


Installation

sudo apt install detox

oder

git clone https://github.com/dharple/detox.git
cd detox
autoreconf --install (sudo apt install autoconf)
./configure
make (sudo apt install make)


Ausführen

Die wichtigste Option ist -n (--dry-run). Auf diese Weise kann man Detox ausführen, ohne die Dateien zu ändern, also eine Art Vorschaufunktion.

detox -n

detox -v

Ohne die Option, erfolgt dann die Umbennung der Dateien.



Sonntag, 7. Februar 2021

Tools - Windows Sysinternals, Microsoft PowerToys

Sysinternals wurde 1996 von Mark Russinovich gegründet, um seine Systemdienstprogramme und technischen Informationen allen Windows Nutzern bereitzustellen. Microsoft stellt unter https://live.sysinternals.com alle System-Utilities von Sysinternals einzeln zum direkten Download bereit.


Die kostenlosen Tools sind nicht gepackt, lassen sich unter Windows durch einbinden als Netzlaufwerk starten:

net use s: http://live.sysinternals.com/tools

Eine genaue Beschreibung der einzelnen Tools findet sich unter https://docs.microsoft.com/de-de/sysinternals/ wie z.B. Autoruns oder Process Explorer.

Weitere nützliche Tools "Microsoft PowerToys", finden sich auch unter https://docs.microsoft.com/de-de/windows/powertoys/ wie z.B. Fancyzones.

Im Microsoft Strore findet sich Windows File Recovery.

Im Download Bereich von Microsoft findet sich Microsoft Garage Mouse without Borders.

Why, How, What - The golden circle von Simon Sinek

Die Anforderungen werden bei Scrum nicht in Use Cases (Anwendungsfälle), sondern in User Stories erfasst. User Stories (Anwendererzählung) beschreiben GUIs, Funktionalitäten und Testszenarien.

Als „Anwender“ will ich „Eigenschaft/Feature“ Damit „Nutzen“.

Einen ähnlichen Ansatz verfolgt auch der "golden circle" von Simon Sinek.


In dem Buch Frag immer erst: warum: Wie Top-Firmen und Führungskräfte zum Erfolg inspirieren  beschreibt Sinek, dass die Menschen von einem Sinn für Ihre Absichten (dem "Warum") inspiriert sind. Daher sollte das WHY (Warum und wofür ist es wichtig?) bei der Anforderungsbeschreibung an erster Stelle stehen, bevor man mit dem "Wie" und "Was" in die Detaillierung geht.

Sinek nennt diese "Triade" den goldenen Kreis, beschrieben in einem Kreis-Diagramm mit

  • "Why / Warum" im innersten Kreis, der die Motive oder Zwecke darstellt. Umgeben von einem Ring mit der Bezeichnung
  • "How / Wie" hier werden die die Prozesse und Methoden dargestellt (Wie willst du dein Ziel erreichen?). Eingeschlossen mit der Bezeichnung
  • "What / Was" welcher die Ergebnisse darstellt (Was machst du um dein Ziel zu erreichen?).

Quelle: Wikipedia (The golden circle diagram, redrawn from Start with Why - Mosborne01)

Samstag, 30. Januar 2021

Warum eigentlich agil?

Das Scrum Manifest der agilen Softwareentwicklung definiert agile Methoden nach z.B. der Eigenschaft das sich Prozesse während der gesamten Projektzeit ständig weiterentwickeln und immer wieder neu bewertet müssen. Aber warum ist man überhaupt gezwungen agile Methoden zu verwenden?


Eine gute Antwort auf die Frage bietet mein Blog Eintrag vom April 2020  "Digitalisierung - The Six D's of Disruption". Mit Hilfe des Modells kann man verstehen, wie Technologien bzw. Digitalisierung uns beeinflussen.

In letzten Jahren kam es immer schneller zu einer "Demokratisierung" und Technologien sind immer schneller mehr und mehr Menschen zugänglich. Dies führt zu einem Verschwinden von alten Technologien bzw. kompletter Berufszweige. Die folgendene Grafik zeigt die Anzahl der Jahre, bis die aufgeführten Technologien eine Reichweite von 50 Millionen Nutzern erlangt hatten. So hatte Facebook bereits nach 3,5 Jahren 50 Millionen Nutzer. Das Telefon benötigt 75 Jahre für 100 Millionen Nutzer, das Fernsehen benötigte 13 Jahre und Candy Crush nur 1,3 Jahre bis es eine Nutzerschaft von 50 Millionen erreicht hatte.

Definition Agilität

Schnelle Reaktions-(Adaptions-)fähigkeit in einer komplexen Welt. Siehe hierzu auch "Die Komplexität von Scrum bzw. eines Projektes kann durch die Stacey Matrix dargestellt werden".

Die Themen Unsicherheit und Komplexität könne auch gut durch das Akronym VUCA beschrieben werden, welches sich aus den vier Begriffen Volatilität (Unstet - schneller Wandel - Flüchtigkeit), Unsicherheit (Unberechenbarkeit - keine Strategien), Komplexität (Multioptionen -
Vernetzung - Schnelligkeit) und Ambiguität (Mehrdeutigkeit - Multifaktoriell - verwirrend) zusammensetzt.


AGILE => "Always run a changing system" anstatt "Never change a running system"!