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Sonntag, 22. Februar 2026

Domain - Subdomain-Suche mit Hilfe von Subfinder

Subfinder ist ein beliebtes Open-Source-Tool, das Subdomains einer Domain aus öffentlichen Quellen sammelt. Es wird häufig von Pentestern und Sicherheitsforschern genutzt, um schnell einen Überblick über die Angriffsfläche einer Domain zu erhalten. Das Tool durchsucht verschiedene öffentliche Datenquellen und aggregiert die gefundenen Subdomains in einer übersichtlichen Liste.

Wofür wird Subfinder genutzt?

Mit Subfinder kannst du herausfinden, welche Subdomains einer Domain öffentlich auffindbar sind. Das ist besonders nützlich für:

  • Sicherheitsanalysen: Identifikation potenzieller Schwachstellen oder veralteter Systeme.
  • Bug Bounty: Erhöhung der Chancen, bisher unentdeckte Subdomains und damit verbundene Sicherheitslücken zu finden.
  • Infrastruktur-Überblick: Schnelle Übersicht über die digitale Präsenz eines Unternehmens.

Installation (Go-Toolchain)

Subfinder ist in Go geschrieben und lässt sich einfach installieren. Voraussetzung ist eine funktionierende Go-Umgebung. Die Installation erfolgt mit folgendem Befehl:

go install -v github.com/projectdiscovery/subfinder/v2/cmd/subfinder@latest

Nach der Installation steht dir der Befehl subfinder in deinem Terminal zur Verfügung.

Erste Schritte

Um Subdomains für eine Domain zu sammeln, führe einfach folgenden Befehl aus:

subfinder -d beispiel.de

Das Tool durchsucht nun verschiedene Quellen und gibt eine Liste aller gefundenen Subdomains aus.

Ähnlich wie theHarvester (Domain - Digitale Spurensuche mit dem Tool theHarvester), kann man auch hier für Dienste die einen API-Schlüssel benötigen diese hinterlegen. Siehe https://docs.projectdiscovery.io/opensource/subfinder/install#post-install-configuration.

Fazit

Subfinder ist ein mächtiges Werkzeug für jeden, der sich mit IT-Sicherheit, Pentesting oder Bug Bounty beschäftigt. Dank der einfachen Installation und Bedienung ist es ideal für den schnellen Einstieg in die Subdomain-Discovery.


Sonntag, 14. Dezember 2025

Steam Deck - Mit Hilfe von Distrobox Linux-Distribution (Ubuntu) in einem Container starten

SteamOS setzt als Immutable System auf ein schreibgeschütztes Root-Dateisystem, weshalb Discover nur Flatpak-Pakete anbietet, klassische Kommandozeilenprogramme sucht man hier vergeblich. Zwar sind Basistools vorinstalliert, doch zusätzliche Software lässt sich nicht einfach über pacman nachinstallieren. Wer weitere Tools benötigt, kann auf das vorinstallierte Distrobox zurückgreifen.


Bei Distrobox handelt es sich um einen Wrapper für Podman oder Docker, welche durch im Hintergrund genutzt werden. Mit wenig Aufwand lassen sich so Images von verschiedenen Linux Distribution (z. B. Ubuntu oder Debian) nutzen, über die sich wiederum weitere Anwendungen installieren lassen.

Hintergrund: Distrobox startet andere Linux-Distributionen in Containern, so kann man deren Paketverwaltung nutzen und sogar auf schreibgeschützten Systemen "sudo" Befehle ausführen. Die Container sind nahtlos ins Host-System integriert. Sie greifen auf das Home-Verzeichnis, Netzwerk und USB-Geräte zu, nutzen aber den Kernel des Hosts, somit handelt es sich nicht um virtuelle Maschinen!

Um z.B. Ubuntu zu installieren ist jetzt eigentlich nur noch der folgende Befehl notwendig: 
distrobox-create -n ubuntu -i docker.io/library/ubuntu:24.04

Es empfiehlt sich aber die folgenden Anleitung "Install Distrobox and Podman PERMANENT on Steam Deck >= 3.5" durchzuführen.

nano ~/.bashrc Add the following line if it’s not already there:
export PATH=/home/deck/.local/bin:$PATH

Install and configure Distrobox To install Distrobox in the defined $PATH, use one of the following commands depending on whether you need the latest version (--next) or not:
curl -s https://raw.githubusercontent.com/89luca89/distrobox/main/install | sh -s -- --prefix $HOME/.local

After installing, create the file ~/.distroboxrc if it doesn't already exist. Open it with:
nano ~/.distroboxrc

Add the following lines to configure Distrobox:
# Ensure the graphical apps can talk to the Xwayland session
xhost +si:localuser:$USER >/dev/null
# Force the use of pulseaudio inside the container
export PIPEWIRE_RUNTIME_DIR=/dev/null
# Needed to ensure distrobox can find the podman binary we previously downloaded
export PATH=/home/deck/.local/bin:$PATH
export PATH=$PATH:/home/deck/.local/bin

Install and configure Podman To install Podman, download the latest version from the GitHub releases page:
curl -L -o /home/deck/Downloads/podman-launcher-amd64 https://github.com/89luca89/podman-launcher/releases/download/v0.0.5/podman-launcher-amd64

Next, move and rename the Podman binary with ROOT permissions to the $PATH:
mv /home/deck/Downloads/podman-launcher-amd64 /home/deck/.local/bin/podman

Then, make Podman executable:
chmod +x /home/deck/.local/bin/podman

Configure the deck user’s UID and GID mapping with the following commands:
sudo touch /etc/subuid /etc/subgid
sudo usermod --add-subuid 100000-165535 --add-subgid 100000-165535 deck 

Configure Distrobox Icon folder - (if you install distrobox with sudo) To ensure Distrobox can store its icons correctly, set the proper permissions on the /home/deck/.local/share/icons folder with:
chown deck:deck /home/deck/.local/share/icons

Verify installations After the installation steps, verify that both Distrobox and Podman are properly installed and configured. Use the following commands:
which distrobox which podman distrobox --version podman --version podman info

To create and test a ROOTLESS container, run:
distrobox create --image docker.io/library/ubuntu:24.04 --name ubuntu

For a ROOT container, use:
distrobox create --image docker.io/library/ubuntu:24.04 --name rubuntu --root


Jetzt lässt such Ubuntu mit dem folgenden Befehl starten: 
distrobox enter ubuntu

Jetzt lässt sich z.B. neofetch installieren:
sudo apt install neofetch 

Container starten / stoppen:
distrobox enter ubuntu
distrobox stop ubuntu


Einen Container löschen:
distrobox rm 

Welche Images zur Verfügung stehen:
distrobox create -C 

Liste der Container:
distrobox list

Container klonen:
distrobox create --clone ubuntu -n ubuntu-klon

Portweiterleitung einrichten:
distrobox create --unshare-netns -a "-p 8080:8000" -i ubuntu -n ubuntu-nonet
Mit "-p 8080:8000" landen alle Anfragen, die an Port 8080 des Host-Systems ankommen, direkt im Container an Port 8000.

Pakete bei distrobox create mithilfe von --additional-packages (-ap) direkt in den Container integrieren (z.B. neofetch und iproute2):
distrobox create -i debian:latest -n debian -ap "neofetch iproute2"

Container beim Erzeugen mit der Option --home einen beliebigen anderen Ordner als Heimatverzeichnis verwenden lassen:
distrobox create -i debian:latest -n debian --home ~/temp/debianhome

Anwendungen in das Startmenü des Host-Systems einbinden, mit --extra-flags kann Parameter hinzufügen:
distrobox-export
distrobox-export --app chromium



Dienstag, 4. November 2025

Steam Deck - Dymo LabelWriter 450 Treiber installieren und Etiketten drucken mit gLabels (Linux)

Ich selber besitze schon seit Jahren einen Dymo LabelWriter 450 um Adressetiketten oder auch Briefmarken zu drucken. Allerdings wird die Software von Dymo selber nur für Windows oder macOS angeboten. In diesem Beitrag beschreibe ich, wie auch eine Installation unter Linux (ArchLinux) beim Steam Deck funktioniert.


LabelWriter anschließen
Wird der LabelWriter per USB angeschlossen, so kann mit dem Kommando lsusb überprüfen ob er korrekt erkannt wurde.
Bus 001 Device 012: ID 0922:0020 Dymo-CoStar Corp. LabelWriter 450


CUPS installieren
Wird der LabelWriter korrekt erkannt, muss als nächstes die Druckersoftware CUPS (sudo pacman -S cups) installiert werden. Siehe hierzu auch meinen Beitrag Steam Deck - Install HP printer and scanner driver for ArchLinux (CUPS).
Ubuntu: sudo apt install cups cups-client printer-driver-dymo


DYMO-Druckertreiber installieren
Jetzt muss der DYMO-Druckertreiber installiert und gebaut werden.
git clone https://aur.archlinux.org/dymo-cups-drivers.git
cd ~/dymo-cups-drivers/
nano PKGBUILD
makepkg -si

Sollte der Fehler "==> FEHLER: Cannot find the fakeroot binary." erscheinen, muss noch das folgende Paket installiert werden: 
sudo pacman -S --needed base-devel

Sollte der Fehler "configure: error: C preprocessor "/lib/cpp" fails sanity check See `config.log' for more details ==> FEHLER: Ein Fehler geschah in build()." und in der in der "config.log" finden sich Fehler, wie z.B. 
/usr/include/bits/local_lim.h:38:10: fatal error: linux/limits.h: No such file or directory
/usr/include/sys/cdefs.h:31:3: error: #error "You need a ISO C or C++ conforming compiler to use the glibc headers"

Make und/oder GCC können die Header-Dateien auf Steam Deck nicht finden! SteamOS entfernt einige Header-Dateien, um Speicherplatz zu sparen. Um diese wiederherzustellen muss man folgendes tun:
sudo steamos-devmode enable
sudo steamos-unminimize --dev

Update 2026-04 (Not enough free space for steamos-unminimize): https://github.com/ValveSoftware/SteamOS/issues/1869

Die 5‑GB‑Root‑Partition ist fest und wird im Dev‑Mode sehr schnell voll, weil viele Schreibschutz‑ und Overlay‑Mechanismen wegfallen.

steamos-unminimize hat KEINE Option --disable. Alles, was steamos-unminimize --dev installiert hat, bleibt auf der Root‑Partition, bis man es manuell entfernt oder das System neu flashst.

Workaround: Dev‑Pakete gezielt entfernen!

pacman -Qi | awk '/Name/{name=$3} /Installed Size/{print $4" "$5" "name}' | sort -h
sudo pacman -Rns <paketname> 

Empfehlung: Nutze Distrobox für Entwicklung, nicht Root (z.B. Arch, Fedora, Ubuntu‑Container).


DYMO-Drucker einrichten
Die Adresse des Dymo LabelWriter muss ermittelt werden, damit man ihn unter CUPS einrichten kann:
lpinfo -v | grep DYMO
direct usb://DYMO/LabelWriter%20450?serial=11081117133724 

Mit Hilfe von "lpadmin" kann der Drucker jetzt angebunden werden. Hier mit dem  Linuxtreiber von DYMO, auch die RAW-Variante wäre möglich.
lpadmin -p dymo-label -v usb://DYMO/LabelWriter%20450?serial=11081117133724  -P /usr/share/cups/model/lw450.ppd
#lpadmin -p dymo-label-raw -v usb://DYMO/LabelWriter%20450?serial=11081117133724 -E -m raw


Mit dem Befehl "lpstat -v" kann überprüft werden, welche Drucker aktuell angebunden sind:

Die hinzugefügte Drucker-Instanz muss noch in CUPS aktiviert werden, bevor man sie verwenden kann:
cupsenable dymo-label #Warteschlange starten
cupsaccept dymo-label #Aufträge annehmen


Mit dem folgenden Befehl, lässt sich direkt über die Konsole ein schneller Testausdruck machen:
echo Dymo Druckertest! > testdruck.txt
lp -d dymo-label testdruck.txt


Etiketten drucken mit gLabels
Mit Hilfe von gLabels lassen sich Etiketten und Visitenkarten erstellen. 
Es gibt sogar passende Vorlagen für Dymo (Datei-> Neu, Marke -> Dymo, Seitenformat: beliebig) auswählen. Nun auf "Dymo 99012" Große Adressaufkleber klicken und die Auswahlmöglichkeiten bestätigen. 

Es können auch aufbereitete CSV-Datei in einem Textfeld importiert werden (Serienbrief-Funktion).


Dienstag, 14. Oktober 2025

Domain - Digitale Spurensuche mit dem Tool theHarvester

theHarvester ist ein OSINT-Tool, das automatisiert öffentlich verfügbare Informationen zu Domains aggregiert. Es nutzt über 40 Datenquellen (Suchmaschinen, DNS-Scanner und Metadaten-Dienste), um IPs, Subdomains, E-Mail-Adressen und mehr für eine initiale Angriffsflächenanalyse zu erfassen. Eine weitere Möglichkeit hatte ich vor einiger Zeit unter Security - Amass (Automated Attack Surface Mapping).


theHarvester ist über Kali Linux bereits vorinstalliert (siehe auch Windows-Subsystem für Linux (WSL) - Installation Kali Linux). Alternativ lässt sich theHarvester auch via Docker, pipx oder über den Python-Paketmanager uv aus dem lokalen Quellcode starten. Siehe auch https://github.com/laramies/theHarvester/wiki/Installation.

Unter Windows 11 kann man die Module mit dem Paketmanager winget installieren:
winget install uv Git.Git
git clone https://github.com/laramies/theHarvester
cd theHarvester


Steam Deck (Arch Linux) Installation:
curl -LsSf https://astral.sh/uv/install.sh | sh
source ~/.local/bin/env
git clone https://github.com/laramies/theHarvester
cd theHarvester

Ausführen (-d 'shemel.de' Domain welche zu untersuchen ist, -b 'all' alle hinterlegten Quellen durchsuchen):
uv run theHarvester -d shemel.de -b all


Mit Hilfe von -f result, lassen sich alle Ergebnisse in eine result.xml und result.json schreiben.

Die Meldung "Missing API key for …" bedeutet, dass diese Dienste einen API-Schlüssel benötigen, für die in der Regel Gebühren anfallen. Den Schlüssel muss man in die Datei "api-keys.yaml" eintragen.

Sonntag, 20. Oktober 2024

Steam Deck - Video Vorschau im KDE File manager "Dolphin" aktivieren

Standardmäßig gibt es in der Dateiverwaltung Dolphin keine Vorschaufunktion für Videos bzw. Filme. Mit Hilfe der nachfolgenden Anleitung lässt sich diese aber auch beim Steam Deck im Desktop Modus sehr schnell aktivieren.

  1. Konsole öffnen (CTRL+ALT+T)
  2. Herunterladen von ffmpegthumbs für Dolphin:
    • sudo steamos-readonly disable
    • sudo pacman-key --init
    • sudo pacman-key --populate archlinux
    • sudo pacman-key --populate holo
    • sudo pacman -S ffmpegthumbs
  3. Dolphin öffnen und die folgenden Einstellungen vornehmen
    • Einrichten => Dolphin einrichten
    • Allgemein => Vorschauen
    • Videodateien (ffmpegthumbs) aktivieren
    • Anpassungen mit OK bestätigen

Bitte beachtet die Hinweise in meinem Beitrag Steam Deck - Veracrypt installieren (install ArchLinux packages)!


Freitag, 4. Oktober 2024

Steam Deck - Install HP printer and scanner driver for ArchLinux (CUPS)

Nach dem ich mein Steam Deck auch als Desktop-Ersatz nutze, muss natürlich auch mein HP Multifunktions-Farblaserdrucker funktionieren. Grundlegende Infos zur Installations von Paketen findet ihr in meinem Beitrag Steam Deck - Veracrypt installieren (install ArchLinux packages).

Die nachfolgenden Schritte konnten erfolgreich unter VERSION_ID=3.5.19, BUILD_ID=20240422.1 von SteamOS (cat /etc/*release) durchgeführt werden.

Disable Read Only Steam Deck:
sudo steamos-readonly disable

Hauptpakete installieren:
sudo pacman -S cups ghostscript gsfonts hplip

Starten des CUPS printing service:
sudo systemctl enable --now cups 

Nach der Installation kann man im Browser unter http://localhost:631/admin den CUPS OpenPrinting Service öffnen und beliebige "Drucker hinzufügen".

HP Treiber plug-in installieren (root privileges are important here):
su root
sudo hp-setup -i

Ändern des root Passwort (falls noch nicht erfolgt):
sudo su
passwd

Jetzt dem nachfolgenden Anweisungen in der Konsole folgen!

Mit der letzten Frage, kann man sofort testen ob der Drucker funktioniert:
Would you like to print a test page (y=yes*, n=no, q=quit) ? y

Damit auch der Scanner funktioniert, muss noch unseren User (deck) zur Gruppe lp und Gruppe Scanner hinzufügen:
sudo gpasswd -a "$USER" lp
sudo gpasswd -a "$USER" scanner

Software zum Scannen installieren:
sudo pacman -S sane xsane simple-scan
Update 2026-04 xsane: https://forum.manjaro.org/t/not-able-to-install-xsane/180469/5

Mit dem folgenden Befehl kann man überprüfen, ob ein Scanner gefunden wird:
sudo sane-find-scanner

Anschließend muss noch folgende Konfiguration angepasst werden:
sudo nano /etc/sane.d/dll.conf (hpaio => hinzufügen bzw. einkommentieren)

HPLIP Plugin Download and Install Utility installieren (root privileges are important here):
su root
sudo hp-plugin

Anschließend ist ein Scan direkt per GUI oder Konsole möglich:

sudo scanimage -L

Weitere Infos zu SANE finden sich auch unter: https://wiki.archlinux.org/title/SANE/Scanner-specific_problems#HP.


Donnerstag, 3. Oktober 2024

Steam Deck - Veracrypt installieren (install ArchLinux packages)

Das Steam Deck lässt sich in einem Desktop-Modus starten und kann als "normaler" PC verwendet werden. So lässt sich das gesamte System, einschließlich der Systempakete, optimieren. In diesem Beitrag möchte zeigen, wie man VeraCrypt (Software zur Datenverschlüsselung) installieren kann.


Wie startet man in den Desktop?

Das "STEAM-Menü" öffnen, "Ein/Aus" auswählen und dann "Zum Desktop wechseln" anklicken.

Wie kann man sudo-Befehle ausführen?

Das "Terminalfenster" öffnen und mit dem Befehl passwd ein sicheres Passwort vergeben. Anschließend kann sudo überall dort eingesetzt werden, wo eine Erhöhung der Rechte erforderlich ist.

Wichtige Hinweise!

Kann man ArchLinux-Pakete auf dem Steam Deck installieren?

Ja, aber es ist nicht die empfohlene Vorgehensweise. Steam OS löscht die Systempartition nach jedem Update automatisch und eine erneute Installation ist erforderlich!
Flatpak ist daher die beste Möglichkeit, Pakete über der "Discover-App" auf dem Steam Deck zu installieren.

Valve bietet hierzu auch selber ein FAQ (Häufig gestellte Fragen zum Steam-Deck-Desktop) an, siehe https://help.steampowered.com/de/faqs/view/671A-4453-E8D2-323C.

Einrichten des Steam Deck-Systems

Wie oben bereits erwähnt, wird dies nach jedem Systemupdate rückgängig gemacht! Ich empfehle daher, ggf. ein Skript zu erstellen.

Systempartition des Steam Decks beschreibbar machen:
sudo steamos-readonly disable

Pacmans Schlüsselbund initialisieren:
sudo pacman-key --init

Füllen des Pacmans Schlüsselbund mit den Standard-Arch-Linux-Schlüsseln:
pacman-key --populate archlinux
pacman-key --populate holo

Aktualisieren der Systempakete:
sudo pacman -Syu

Jetzt kann man ArchLinux-Pakete auf dem Steam Deck installieren.

Veracrypt installieren

Die Installation kann jetzt mit dem folgenden Befehl erfolgen:
sudo pacman -S veracrypt


Damit ich meine verschlüsselten Festplatten mounten kann, habe ich die folgenden Ordner angelegt:

sudo mkdir /mnt/data
sudo mkdir /mnt/studium

Anschließend ist ein mount/dismount mit den folgenden Befehlen über die Konsole möglich:

sudo veracrypt -m=nokernelcrypto /home/deck/__disks/Storage-DATA-NEW /mnt/data
sudo veracrypt -m=nokernelcrypto /home/deck/__disks/Storage-STUDI-NEW /mnt/studium


sudo veracrypt -d /home/deck/__disks/Storage-DATA-NEW /mnt/data
sudo veracrypt -d /home/deck/__disks/Storage-STUDI-NEW /mnt/studium

 

Beispiel Script

#!/bin/bash
#
echo '------------------------------------'
echo '| Start veracrypt Steam OS         |'
echo '| (c) Sebastian Hemel, 2024        |'
echo '------------------------------------'
echo ' '

sudo veracrypt -m=nokernelcrypto /home/deck/__disks/Storage-DATA-NEW /mnt/data
kill -9 $PPID