Posts für Suchanfrage OSINT werden nach Datum sortiert angezeigt. Nach Relevanz sortieren Alle Posts anzeigen
Posts für Suchanfrage OSINT werden nach Datum sortiert angezeigt. Nach Relevanz sortieren Alle Posts anzeigen

Dienstag, 1. September 2026

WordPress - REST API Informationspreisgabe über Medien-Endpunkte

Im Rahmen einer aktuellen Analyse wurde die öffentliche WordPress REST API einer Website betrachtet. Dabei zeigte sich ein typisches Bild vieler WordPress-Installationen: Während die Benutzer-Enumeration bereits erfolgreich abgesichert wurde, ist die Medienbibliothek weiterhin umfangreich über die REST API abrufbar.

Untersucht wurden die öffentlich erreichbaren Endpunkte:

  • /wp-json/
  • /wp-json/wp/v2/media
  • /wp-json/wp/v2/users

Die Benutzerabfrage liefert erwartungsgemäß einen 401 Unauthorized Fehler. Eine Auflistung von WordPress-Benutzern ist somit nicht möglich und eine häufig kritisierte Schwachstelle wurde bereits geschlossen.


Wo liegt weiterhin ein Risiko vor?

Der Medien-Endpunkt stellt weiterhin umfangreiche Informationen ohne Anmeldung bereit. Dazu gehören unter anderem:

  • Dateinamen und Upload-Zeitpunkte
  • Bildgrößen und Dateigrößen
  • Verknüpfungen zu Seiten und Beiträgen
  • Autoren-IDs
  • Direkte Links zu Originaldateien

Für Angreifer sind solche Informationen interessant, da sie die automatisierte Analyse einer Website erleichtern und wertvolle OSINT-Daten liefern können.

Wurde ein Sicherheitsvorfall festgestellt?

Nein.

Im untersuchten Datenbestand fanden sich keine Hinweise auf:

  • vertrauliche Dokumente
  • Zugangsdaten oder API-Keys
  • Datenbank-Backups
  • Konfigurationsdateien
  • Schadcode oder kompromittierte Inhalte

Die öffentlich erreichbaren Dateien beschränkten sich überwiegend auf Bilder, Grafiken und Marketingmaterial.

Bewertung

Aus Security-Sicht handelt es sich aktuell nicht um einen Incident, sondern um ein klassisches Hardening-Thema. Die Funktionalität der REST API ist grundsätzlich vorgesehen, sollte jedoch regelmäßig überprüft und auf das tatsächlich benötigte Maß reduziert werden.

Empfehlungen

  • Regelmäßige Prüfung der Medienbibliothek auf veraltete oder nicht mehr benötigte Uploads
  • Überprüfung, welche REST-Endpunkte wirklich öffentlich erforderlich sind
  • Entfernung sensibler Metadaten aus Bilddateien
  • Regelmäßige Security Reviews von WordPress, Themes und Plugins
  • Dokumentation und Nachverfolgung von Hardening-Maßnahmen

Fazit

Die Untersuchung zeigt, dass Sicherheitsmaßnahmen bereits teilweise umgesetzt wurden. Insbesondere die Absicherung der Benutzerliste ist positiv zu bewerten. Gleichzeitig bleibt die öffentlich zugängliche Medienbibliothek ein potenzieller Informationslieferant für OSINT-Recherchen und sollte im Rahmen eines kontinuierlichen Security Hardenings überprüft werden.

Security ist nicht nur das Schließen von Schwachstellen, sondern auch die bewusste Reduzierung unnötiger Informationspreisgabe. 


Dienstag, 14. Oktober 2025

Domain - Digitale Spurensuche mit dem Tool theHarvester

theHarvester ist ein OSINT-Tool, das automatisiert öffentlich verfügbare Informationen zu Domains aggregiert. Es nutzt über 40 Datenquellen (Suchmaschinen, DNS-Scanner und Metadaten-Dienste), um IPs, Subdomains, E-Mail-Adressen und mehr für eine initiale Angriffsflächenanalyse zu erfassen. Eine weitere Möglichkeit hatte ich vor einiger Zeit unter Security - Amass (Automated Attack Surface Mapping).


theHarvester ist über Kali Linux bereits vorinstalliert (siehe auch Windows-Subsystem für Linux (WSL) - Installation Kali Linux). Alternativ lässt sich theHarvester auch via Docker, pipx oder über den Python-Paketmanager uv aus dem lokalen Quellcode starten. Siehe auch https://github.com/laramies/theHarvester/wiki/Installation.

Unter Windows 11 kann man die Module mit dem Paketmanager winget installieren:
winget install uv Git.Git
git clone https://github.com/laramies/theHarvester
cd theHarvester


Steam Deck (Arch Linux) Installation:
curl -LsSf https://astral.sh/uv/install.sh | sh
source ~/.local/bin/env
git clone https://github.com/laramies/theHarvester
cd theHarvester

Ausführen (-d 'shemel.de' Domain welche zu untersuchen ist, -b 'all' alle hinterlegten Quellen durchsuchen):
uv run theHarvester -d shemel.de -b all


Mit Hilfe von -f result, lassen sich alle Ergebnisse in eine result.xml und result.json schreiben.

Die Meldung "Missing API key for …" bedeutet, dass diese Dienste einen API-Schlüssel benötigen, für die in der Regel Gebühren anfallen. Den Schlüssel muss man in die Datei "api-keys.yaml" eintragen.

Freitag, 4. November 2022

Security - Open Source Intelligence (OSINT) Recherchen - Teil II

In meinem Betrag Security - Open Source Intelligence (OSINT) Recherchen bin ich bereits auf einige OSINT-Tools eingegangen, welche zur Aufdeckung von IT-Sec Schwachstellen genutzt werden können. In diesem Beitrag möchte ich auf weitere Beispiele verweisen, welche sich online oder mit Hilfe von Kali Linux einfach nutzen lassen.

DNSRecon - Mit Hilfe diesem Python-Skript lassen sich erste DNS-Informationen sammeln.

dnsrecon -d google.de

Nikto - Schwachstellenscanner, der Webserver auf gefährliche Dateien/CGIs, veraltete Serversoftware und andere Probleme scannt.

nikto -h google.de

w3af - Is ein Web Application Attack und Audit Framework.

Zphisher - Erstellt Fakes von populären Websites

Mitre Att&ck Matrix - Diese Matrix bietet Pentestern ein Framework für zielgerichtete Angriffe.

Nmap - Mit diesem Netzwerkscanner ist es möglich eine grobe Analyse von Netzwerken und möglichen Angriffsszenarien zu erstellen.


Donnerstag, 11. August 2022

Security - Open Source Intelligence (OSINT) Recherchen

In den Beitrag Hacking - Mit Hilfe von Google bin ich bereits auf die Sammlung und Auswertung von öffentlicher Daten eingegangen. In diesem Beitrag möchte ich auch viele weitere Tools verweisen, welche sich IT-Sicherheitsexperten (aber auch Cyber-Kriminelle) zu Nutzen machen.


Webserver-Scan (siehe auch https://sebastianhemel.blogspot.com/2016/01/spion-im-wohnzimmer-offene-webcams.html)  können mit https://www.shodan.io und https://www.binaryedge.io abgefragt werden. Hier werden in der Regel die folgenden Daten gesammelt, Webserver (HTTP/HTTPS über die Ports 80, 8080, 443, 8443), FTP (Port 21), SSH (Port 22), Telnet (Port 23), SNMP (Port 161), SIP (Port 5060) und Real Time Streaming Protocol (RTSP, Port 554).

Schnelle IP-Checks lassen sich mit https://www.abuseipdb.com durchführen.

Eine Darknet Suchmaschine- und Datenarchiv ist https://intelx.io.

Schwachstellen Informationen lassen sich mit Hilfe von https://www.cvedetails.com oder https://vulmon.com abfragen. Siehe auch Hacking - Zed Attack Proxy (ZAP) Sicherheitslücken im Browser- und App-Traffic erkennen.

Domain Informationen können durch https://viewdns.info und https://crt.sh (Certificate Search Tool) abgefragt werden.

Eine Suche nach Transaktionen, Adressen, Blöcken und eingebetteten Textdaten in den Blockchains bietet https://blockchair.com/de und https://www.bitcoinabuse.com an.

Eine Überprüfung von Phishing Seiten ist durch https://openphish.com und https://checkphish.ai möglich.