Dienstag, 4. August 2026

Linux - Fehlgeschlagene Befehle (sudo) nicht zweimal eintippen

Wer regelmäßig unter Linux oder in WSL arbeitet, kennt die Situation: Ein Befehl wird eingegeben, anschließend erscheint die Meldung "Permission denied" oder "Operation not permitted". Der Grund ist in der Regel simpel: Es fehlen Root-Rechte.

Der Reflex vieler Anwender ist dann, den kompletten Befehl noch einmal einzugeben und davor ein sudo zu setzen:
sudo apt update
sudo mkdir /opt/test

Bei langen Befehlen kann das allerdings ziemlich lästig sein. Glücklicherweise gibt es einen kleinen Bash-Trick: sudo !!


Was macht !!?

Die Zeichenfolge !! steht in der Bash für den zuletzt ausgeführten Befehl.

Beispiel: 
mkdir /opt/test
mkdir: cannot create directory '/opt/test': Permission denied
sudo !!

Die Shell ersetzt !! automatisch durch den vorherigen Befehl und führt effektiv Folgendes aus: 
sudo mkdir /opt/test

Das spart Zeit und reduziert Tippfehler.


Noch praktischer: Das letzte Argument wiederverwenden

Neben !! gibt es einen weiteren hilfreichen Platzhalter: 
!$

!$ steht für das letzte Argument des vorherigen Befehls. 

Beispiel: 
mkdir test1/test2/test3

Anschließend kann direkt in das neu angelegte Verzeichnis gewechselt werden: 
cd !$

Die Shell erweitert dies zu: cd test1/test2/test3


Fazit

Die Bash-History bietet viele kleine Funktionen, die den Arbeitsalltag erleichtern. Gerade die beiden Platzhalter

  • !! → letzter Befehl
  • !$ → letztes Argument des vorherigen Befehls

gehören zu den Tricks, die man einmal lernt und anschließend nicht mehr missen möchte. Besonders bei administrativen Arbeiten auf Linux-Systemen oder in WSL können sie täglich einige Tastaturanschläge sparen und den Workflow beschleunigen.

Montag, 3. August 2026

Altes Chromebook, neues Leben: Linux statt ChromeOS

Viele ältere Chromebooks verschwinden nach dem Ende des offiziellen Supports in der Schublade. Dabei steckt in den Geräten häufig noch ausreichend leistungsfähige Hardware für alltägliche Aufgaben. Mit etwas technischem Aufwand lassen sich zahlreiche Modelle in vollwertige Linux-Notebooks verwandeln.


Der Umbau eines Chromebooks zu einem Linux-Notebook erfolgt in mehreren Schritten. Zunächst muss geprüft werden, ob das jeweilige Modell unterstützt wird. Eine Übersicht kompatibler Geräte findet sich auf der MrChromebox-Projektseite:
Nach der Aktivierung des Entwicklermodus und der Deaktivierung des Schreibschutzes kann die Firmware aktualisiert werden. Das Installationsskript wird direkt aus einer Linux-Shell gestartet:

cd
curl -LO https://mrchromebox.tech/firmware-util.sh
sudo bash firmware-util.sh


Das Skript erkennt das Chromebook-Modell automatisch und bietet verschiedene Optionen zur Firmware-Installation an. Für den Betrieb eines vollwertigen Linux-Systems wird in der Regel die Option "Install/Update UEFI Firmware (Full ROM)" verwendet.

Anschließend kann über einen bootfähigen USB-Stick eine Linux-Distribution wie Fedora oder Ubuntu installiert werden. Nach Abschluss der Installation stehen aktuelle Softwarepakete, Sicherheitsupdates und die gewohnte Linux-Umgebung zur Verfügung.

Weitere Informationen bietet die offizielle Projektseite:


Worauf man achten sollte

  • Vor dem Umbau unbedingt ein Backup erstellen.
  • Nicht jedes Chromebook wird vollständig unterstützt.
  • Einige Modelle erfordern das Entfernen einer Schreibschutzschraube oder das Abklemmen des Akkus.
  • Touchpad, Audio oder Sondertasten können modellabhängig Nacharbeiten erfordern.
  • Durch den Firmwarewechsel kann ChromeOS nicht ohne Weiteres wiederhergestellt werden.


Praxisfazit: In meinem Beispiel wurde ein Lenovo ThinkPad C13 Yoga Chromebook erfolgreich mit Fedora Linux ausgestattet. Das Gerät erhält dadurch weiterhin aktuelle Updates und kann trotz ausgelaufenem ChromeOS-Support noch viele Jahre produktiv eingesetzt werden. 

 

Mittwoch, 22. Juli 2026

Windows [DOS] - Befehle aus der Eingabeaufforderung speichern

Wer regelmäßig mit der Windows-Eingabeaufforderung arbeitet, kennt das Problem: Nach einigen Tests und Befehlen stellt man fest, dass bestimmte Kommandos auch auf anderen Rechnern benötigt werden. Die gute Nachricht: Die Eingabehistorie lässt sich ganz einfach auslesen und speichern.

Windows bietet dafür den Befehl doskey. Mit der Option /history werden alle bisher in der aktuellen Eingabeaufforderung eingegebenen Befehle ausgegeben.

doskey /history

Besonders praktisch ist die Kombination mit einer Ausgabeumleitung. So können die Befehle direkt in eine Textdatei geschrieben und bei Bedarf später angepasst werden:

doskey /history > eingaben.txt 

Die Datei eingaben.txt enthält anschließend die komplette Befehlshistorie der aktuellen Sitzung und kann beispielsweise als Dokumentation oder Vorlage für weitere Arbeiten dienen.
Wer die Befehle später direkt ausführen möchte, kann die Datei auch als Batch-Datei (.bat) speichern. Dadurch entsteht ein kleines Skript, das per Doppelklick oder aus der Kommandozeile gestartet werden kann.

Fazit

Mit doskey /history lassen sich einmal erstellte Befehlsfolgen schnell sichern, dokumentieren und auf andere Systeme übertragen. Das spart Zeit, vermeidet Tippfehler und erleichtert die Wiederverwendung häufiger Kommandozeilenbefehle erheblich. 

Dienstag, 21. Juli 2026

Retro - Wie Community-Projekte alte Spiele auf moderne PCs bringen

Viele bekannte Konsolenklassiker erfreuen sich auch Jahrzehnte nach ihrer Veröffentlichung großer Beliebtheit. Dank engagierter Open-Source-Communities können einige dieser Titel heute als native PC-Versionen genutzt werden. Mit moderner Grafik, hohen Auflösungen und deutlich flüssigeren Bildraten.

Statt auf Emulatoren zu setzen, werden bestehende Spielprogramme technisch analysiert und für aktuelle Hardware neu aufbereitet. Dadurch lassen sich viele Klassiker in Full-HD oder sogar 4K-Auflösung spielen. Unterstützt werden moderne Grafikschnittstellen, höhere Bildraten sowie zahlreiche Komfortfunktionen wie frei belegbare Tasten, Grafikfilter oder Community-Modifikationen.

Besonders bei älteren 3D-Titeln profitieren Spieler von den technischen Verbesserungen. Während die Originalspiele oft mit niedrigen Auflösungen und begrenzter Performance liefen, können moderne Versionen auf aktueller Hardware ein deutlich schärferes Bild und ein wesentlich flüssigeres Spielerlebnis bieten.

Die Installation ist mittlerweile vergleichsweise einfach:

  1. Das gewünschte Community-Projekt (Harbour Masters 64) von dessen offizieller Projektseite herunterladen.
  2. Einen passenden Launcher (N64 Recomp Launcher) oder die bereitgestellte Anwendung installieren.
  3. Die rechtmäßig erworbenen Original-Spieldateien auswählen.
  4. Gewünschte Einstellungen wie Auflösung, Bildrate oder Steuerung konfigurieren.
  5. Spiel starten und die Vorteile moderner Hardware nutzen.

Viele Projekte unterstützen dabei Windows, Linux und teilweise auch macOS!

Mehr als nur bessere Grafik

Neben hochauflösenden Texturen und flüssigeren Bildraten bieten zahlreiche Projekte zusätzliche Verbesserungen. Dazu gehören Komfortfunktionen, Fehlerkorrekturen, moderne Controller-Unterstützung sowie optionale Erweiterungen aus der Community. Dadurch entstehen oft die technisch besten Versionen dieser Klassiker, ohne dass der ursprüngliche Spielcharakter verloren geht.

Fazit

Die Arbeit der Open-Source-Community zeigt eindrucksvoll, wie digitale Spielklassiker langfristig erhalten werden können. Moderne PC-Portierungen verbinden Nostalgie mit aktueller Technik und ermöglichen es, bekannte Abenteuer in einer Qualität zu erleben, die bei ihrer ursprünglichen Veröffentlichung kaum vorstellbar war. Für Retro-Gaming-Fans ist dies eine spannende Entwicklung mit viel Potenzial für die Zukunft.

Sonntag, 7. Juni 2026

Microsoft Edge - Passwörter im Klartext, besser Passwortmanager verwenden!

Prozesse im RAM: Ein altbekanntes Risiko

Schon 2021 zeigte ich in meinem Artikel zu Hacking-Tools, wie einfach sich Prozesse im Arbeitsspeicher mit Process Hacker oder Sysinternals auslesen lassen. Doch dass selbst moderne Browser wie Microsoft Edge Passwörter im Klartext im RAM speichern, ist ein eklatantes Sicherheitsproblem.

Der Fall: Edge speichert Passwörter unverschlüsselt im RAM

Der in Edge integrierte Passwortmanager speichert Zugangsdaten dauerhaft im Klartext im Arbeitsspeicher, selbst wenn sie nicht aktiv genutzt werden. Sicherheitsforscher Tom Jøran Sønstebyseter Rønning demonstrierte 2023, wie einfach sich Passwörter mit einem Speicherabbild (via Task-Manager) und einem Hex-Editor (z. B. HxD) auslesen lassen.
Test: Ein Testpasswort wurde im Passwortmanager hinterlegt, Edge neu gestartet. Das Passwort war trotz Nichtnutzung im Speicherabbild des Edge-Prozesses zu finden, selbst nach dem Schließen des Browserfensters. 

Microsofts Reaktion: Von „Design-Entscheidung“ zum Update

Anfangs behauptete Microsoft, das Verhalten sei absichtlich. Nach öffentlichem Druck wurde Edge aktualisiert: Passwörter werden nun nicht mehr automatisch beim Start in den RAM geladen. Doch das Problem bleibt: Lokale Angreifer (z. B. via Malware) können weiterhin auf den Speicher zugreifen.

Lösungen: Was du tun kannst

Wechsel zu einem dedizierten Passwortmanager (z. B. KeePassXC, Bitwarden).
Edge-Prozess manuell beenden (Task-Manager → Hintergrundprozesse prüfen).
Speicherabbilder schützen (z. B. mit Windows Defender Exploit Guard).

Edge hat nachgebessert, doch der RAM bleibt ein Risiko. Nutze externe Passwortmanager, sie löschen entschlüsselte Passwörter sofort nach Gebrauch. 

Donnerstag, 30. April 2026

Linux - Copilot-Taste sinnvoll nutzen: Rechts "Strg" statt Sondertaste

Viele neue Notebooks verfügen mittlerweile über eine Copilot-Taste, die vor allem unter Windows eine spezielle Funktion hat. Unter Linux ist diese Taste jedoch meist nutzlos oder störend belegt. Die gute Nachricht: Mit wenigen Handgriffen lässt sich die Copilot-Taste zur rechten Strg-Taste (Right Control) umdefinieren. In diesem Artikel zeige ich Schritt für Schritt, wie das funktioniert.


Warum die Copilot-Taste umbelegen?

Gerade für Linux-Nutzer ist die rechte Strg-Taste oft praktischer als eine proprietäre Sondertaste. Viele Tastaturen sparen diese Taste mittlerweile ein oder ersetzen sie. Durch das Remapping erhält man ein vollwertiges und konsistentes Tastaturlayout zurück.

Lösung: keyd - Tastatur-Remapping auf Systemebene 

Für die Umbelegung nutzen wir keyd, ein leichtgewichtiges Tool, mit dem sich Tasten global neu zuweisen lassen.

1. keyd installieren
Zunächst installierst du keyd über den Paketmanager deiner Distribution:
sudo apt install keyd
oder z. B. unter Arch Linux:
sudo pacman -S keyd

2. Konfigurationsdatei anlegen
Als Nächstes erstellst du im Verzeichnis /etc/keyd eine neue Konfigurationsdatei namens noco.conf:
sudo nano /etc/keyd/noco.conf

Füge folgenden Inhalt ein:

[ids]
*

[main]
f23+leftshift+leftmeta = rightcontrol

  • f23 steht für die Copilot-Taste (sie wird von vielen Geräten als F23 erkannt)
  • In Kombination mit Left Shift und Left Meta wird sie eindeutig identifiziert
  • Diese Tastenkombination wird auf Right Control gemappt

Damit funktioniert die Copilot-Taste exakt wie eine rechte Strg-Taste.

3. keyd-Dienst aktivieren
Zum Schluss aktivierst du den Systemdienst von keyd:
sudo systemctl enable keyd --now
Falls du keyd selbst kompiliert hast oder Änderungen an der Konfiguration vorgenommen hast, genügt ein Neustart des Dienstes:
sudo systemctl restart keyd
Die Änderung ist sofort aktiv – ein Logout oder Neustart ist nicht erforderlich.

Fazit

Mit keyd lässt sich die Copilot-Taste unter Linux elegant und dauerhaft umbelegen. Die Einrichtung ist schnell erledigt, funktioniert distributionsübergreifend und sorgt für ein deutlich angenehmeres Tastatur-Layout.

Montag, 27. April 2026

Linux-Rechner - Apple Mac mini (2018), leise Hardware mit zweitem Leben dank Ubuntu

Der Apple Mac mini (A1993) aus dem Jahr 2018 zählt zu den letzten Intel‑Modellen von Apple – und genau das macht ihn heute besonders interessant für Linux. In dem schlichten, dunkelgrauen Aluminiumgehäuse stecken min. eine Quad‑Core‑CPU (Core i3‑8100B), 8 GByte RAM und eine 256‑GByte‑SSD. Trotz der kompakten Bauform ist das Netzteil intern verbaut. Mit vier Thunderbolt‑3‑Anschlüssen lassen sich Displays, schnelle SSDs und USB‑C‑Hardware problemlos betreiben, ein echter Pluspunkt für ein Linux‑System.

Warum Linux auf dem Mac mini?

Softwareseitig ist die Zukunft unter macOS begrenzt. Neuere macOS‑Versionen (macOS 26 und höher) unterstützen keine Intel‑Macs mehr. Spätestens ab Anfang 2028 ist daher auch mit dem Ende der Sicherheitsupdates zu rechnen.

Linux bietet hier eine klare Alternative. Distributionen wie Ubuntu 25.10 laufen stabil, sind sicherheitsseitig langfristig gepflegt und holen aus der Hardware deutlich mehr Zukunft heraus. Windows 11 fällt dagegen aus, da der speziell für Apple gefertigte Core i3‑8100B kein Firmware‑TPM 2.0 besitzt.

Alltag unter Linux: lautlos, stabil und effizient

Unter Linux überzeugt der Mac mini vor allem durch seine absolute Lautlosigkeit, selbst unter Volllast bleibt der Lüfter praktisch unhörbar. Der Stromverbrauch liegt mit etwa 11 Watt im Leerlauf bei angeschlossenem 4K‑Display etwas höher als erwartet, ist insgesamt aber weiterhin moderat. Die 8 GByte RAM reichen für typische Linux‑Einsatzbereiche wie Web, Office, Medienwiedergabe, Programmierung oder leichtgewichtige Server‑Dienste aus.

Ein Arbeitsspeicher‑Upgrade ist möglich, jedoch etwas aufwendig: Das Gerät muss nahezu komplett zerlegt werden, außerdem sind beide RAM‑Slots mit 4‑GByte‑Modulen belegt, die vollständig ersetzt werden müssen. Für viele Anwender lohnt sich dieser Schritt daher nur bedingt.

Kurz-Anleitung: Ubuntu auf dem Mac mini (2018) installieren

Die Installation von Ubuntu gelingt schnell und unkompliziert:

  • Ubuntu herunterladen
    • Das Ubuntu‑Desktop‑ISO (z. B. Ubuntu 25.10) von ubuntu.com laden.
  • Bootfähigen USB‑Stick erstellen
  • Vom USB‑Stick booten
    • Den Mac mini ausschalten, USB‑Stick einstecken und beim Einschalten die Alt‑Taste (⌥) gedrückt halten. Anschließend den USB‑Stick im Bootmenü auswählen.
  • Ubuntu installieren
    • Im Installer „Ubuntu installieren“ wählen und der Standardinstallation folgen. Grafik, Thunderbolt und externe Monitore funktionieren in der Regel sofort.

Wichtig: Broadcom‑WLAN manuell nachrüsten

Einziger Wermutstropfen beim Mac mini ist das integrierte Broadcom‑WLAN. Die erforderliche Firmware ist in Ubuntu nicht enthalten und muss manuell installiert werden.
Die passende Firmware findet man hier: https://github.com/NoaHimesaka1873/apple-bcm-firmware/releases/tag/v14.0

Vorgehensweise:

  • Firmware‑Archiv herunterladen und entpacken
  • Die enthaltenen Dateien in folgende Verzeichnisse kopieren:
    • /usr/lib/firmware/brcm
    • /lib/firmware/
  • Mac mini neu starten

Nach dem Neustart funktioniert das Broadcom‑WLAN zuverlässig auch unter Linux.

Fazit

Der Mac mini (2018) ist als macOS‑System technisch am Ende seiner Lebensdauer angekommen, als Linux‑Rechner jedoch erstaunlich vielseitig. Leise, kompakt und gut ausgestattet eignet er sich ideal als Desktop‑PC, Entwickler‑Maschine, Media‑Center oder Homeserver. Wer bereit ist, die WLAN‑Firmware einmal manuell zu installieren, erhält mit Ubuntu einen stabilen und zukunftsfähigen Rechner und schenkt dem Intel‑Mac eine zweite Karriere.

Samstag, 28. März 2026

Windows XP Games unter Windows 10 / 11 weiterhin spielen

Auch wenn aktuelle Windows-Versionen wie Windows 10 oder Windows 11 eine riesige Auswahl moderner Spiele anbieten, wünschen sich manche Nutzer die klassischen, schlichten Spiele aus alten Zeiten zurück: Solitär, Spider Solitär, FreeCell oder Minesweeper aus Windows XP.

Die gute Nachricht: Diese Spiele lassen sich auch heute noch problemlos verwenden – ganz ohne Installation, Emulatoren oder große Tricks. Alles, was du brauchst, ist eine funktionierende Windows‑XP‑Installation. 

Folgende Dateien werden benötigt

Die klassischen XP‑Spiele bestehen lediglich aus einigen ausführbaren Dateien (.exe) sowie einer Bibliothek (.dll). Du findest sie alle im Ordner:

C:\Windows\System32

Folgende Dateien werden benötigt:

  • cards.dll
  • freecell.exe
  • mshearts.exe
  • sol.exe
  • spider.exe
  • winmine.exe (Minesweeper) 

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  • Windows XP starten
  • Stelle sicher, dass du Zugriff auf eine noch funktionierende XP‑Installation hast. Egal ob echtes Gerät oder virtuelle Maschine.
  • Spieldateien kopieren
  • Navigiere zu C:\Windows\System32 und kopiere die oben aufgeführten Dateien auf einen USB‑Stick.
  • Auf den neuen PC übertragen
  • Kopiere die Dateien auf deinem Windows 10 oder Windows 11 Rechner in ein beliebiges Verzeichnis, z. B.:
  • C:\Spiele\WindowsXP
  • Spiel starten
  • Doppelklick auf die gewünschte .exe

 

Mehr ist nicht nötig! Die alten Windows‑XP‑Games funktionieren auch unter aktuellen Windows-Versionen erstaunlich problemlos und lassen retro‑Spielgefühle wieder aufleben.

 

Samstag, 14. März 2026

Android - Exodus: Welche Apps auf deinem Smartphone wirklich mittracken

Die App Exodus zeigt schonungslos, was viele Nutzer*innen längst ahnen – aber selten im Detail sehen: Zahlreiche Apps auf unseren Smartphones arbeiten mit einem ganzen Arsenal an Trackern, die Nutzungsdaten sammeln, Profile erstellen und oft weit mehr Informationen übertragen, als notwendig wäre.

Exodus scannt alle installierten Apps und liefert eine detaillierte Analyse, welche Tracker eingebaut sind und welche Berechtigungen die App einfordert. Dadurch lässt sich schnell erkennen, welche Anwendungen sich als wahre Datenschleudern entpuppen – und für welche es sinnvoll ist, auf datensparsame Alternativen umzusteigen.

Das Ergebnis einer solchen persönlichen App‑Forensik fällt in den meisten Fällen ernüchternd bis besorgniserregend aus. Doch genau diese Transparenz hilft dabei, die Kontrolle über die eigenen Daten zurückzugewinnen und bewusstere Entscheidungen zu treffen.

Donnerstag, 5. März 2026

Windows 10/11 ‑ Telemetrie abschalten: schnell gemacht, mehr Datenschutz

Windows sendet standardmäßig Diagnosedaten an Microsoft. Wer das minimieren möchte, kann den Telemetriedienst DiagTrack und die zugehörige ETWSession deaktivieren. Ein Schritt, der schon vom BSI empfohlen wurde.

Telemetrie per PowerShell deaktivieren:

1. Terminal als Administrator öffnen

2. Befehle ausführen:

Get-Service -Name "DiagTrack" | Stop-Service -PassThru | Set-Service -StartupType Disabled -PassThru

Get-AutologgerConfig -Name "Diagtrack-Listener" | Set-AutologgerConfig -Start 0 -PassThru

Die Änderung bleibt in der Regel auch nach Updates bestehen. In services.msc sollte der Dienst „Benutzererfahrungen und Telemetrie…“ anschließend auf Deaktiviert stehen.

Weitere DatenschutzEinstellungen wie das Abschalten von SmartScreen sind möglich, werden jedoch nicht pauschal empfohlen, da sie die Sicherheit reduzieren können.

Dienstag, 3. März 2026

Windows 11 Widgets - Mehr Ballast als Nutzen!

Die Widgets in Windows 11 sollen schnelle Infos liefern, bestehen aber größtenteils aus einem Nachrichten‑Feed voller Clickbait. Zwar lassen sich einzelne Quellen blockieren, doch echte Qualität entsteht dadurch selten und viele Links führen ohnehin zu msn.com statt zur eigentlichen Quelle.


Nützliche Widgets wie Wetter oder Timer gibt es zwar, doch der Gesamtmehrwert bleibt gering. Viele Nutzer entscheiden sich deshalb, die Widgets komplett zu entfernen.

So deinstallierst du die Widgets

  1. Windows + X drücken
  2. Terminal (Administrator) öffnen
  3. Diesen PowerShell‑Befehl eingeben:
    • Get-AppxPackage MicrosoftWindows.Client.WebExperience | Remove-AppxPackage

 

Nach wenigen Sekunden ist das Widget‑Panel verschwunden, ganz ohne Neustart!
 

Sonntag, 22. Februar 2026

Domain - Subdomain-Suche mit Hilfe von Subfinder

Subfinder ist ein beliebtes Open-Source-Tool, das Subdomains einer Domain aus öffentlichen Quellen sammelt. Es wird häufig von Pentestern und Sicherheitsforschern genutzt, um schnell einen Überblick über die Angriffsfläche einer Domain zu erhalten. Das Tool durchsucht verschiedene öffentliche Datenquellen und aggregiert die gefundenen Subdomains in einer übersichtlichen Liste.

Wofür wird Subfinder genutzt?

Mit Subfinder kannst du herausfinden, welche Subdomains einer Domain öffentlich auffindbar sind. Das ist besonders nützlich für:

  • Sicherheitsanalysen: Identifikation potenzieller Schwachstellen oder veralteter Systeme.
  • Bug Bounty: Erhöhung der Chancen, bisher unentdeckte Subdomains und damit verbundene Sicherheitslücken zu finden.
  • Infrastruktur-Überblick: Schnelle Übersicht über die digitale Präsenz eines Unternehmens.

Installation (Go-Toolchain)

Subfinder ist in Go geschrieben und lässt sich einfach installieren. Voraussetzung ist eine funktionierende Go-Umgebung. Die Installation erfolgt mit folgendem Befehl:

go install -v github.com/projectdiscovery/subfinder/v2/cmd/subfinder@latest

Nach der Installation steht dir der Befehl subfinder in deinem Terminal zur Verfügung.

Erste Schritte

Um Subdomains für eine Domain zu sammeln, führe einfach folgenden Befehl aus:

subfinder -d beispiel.de

Das Tool durchsucht nun verschiedene Quellen und gibt eine Liste aller gefundenen Subdomains aus.

Ähnlich wie theHarvester (Domain - Digitale Spurensuche mit dem Tool theHarvester), kann man auch hier für Dienste die einen API-Schlüssel benötigen diese hinterlegen. Siehe https://docs.projectdiscovery.io/opensource/subfinder/install#post-install-configuration.

Fazit

Subfinder ist ein mächtiges Werkzeug für jeden, der sich mit IT-Sicherheit, Pentesting oder Bug Bounty beschäftigt. Dank der einfachen Installation und Bedienung ist es ideal für den schnellen Einstieg in die Subdomain-Discovery.


Dienstag, 13. Januar 2026

Security - WhatWeb Open-Source-Webscanner: Webanwendungen analysieren identifizieren

WhatWeb ist ein Open-Source-Webscanner, der speziell dafür entwickelt wurde Webanwendungen zu analysieren und zu identifizieren. Ein ähnliches Vorgehen habe ich bereits unter Security - Nmap Netzwerkscanner und Kali Linux und Hacking - Netzwerkscanner, nmap, Reverse Shell und Password Cracking mit hashcat beschrieben.


Da eine Installation per Windows nicht direkt möglich ist, empfehle ich eine Installation per Windows-Subsystem für Linux (WSL) oder über Distrobox.

WhatWeb erkennt, welche Technologien eine Website nutzt z. B. Content-Management-Systeme (CMS) wie WordPress oder Joomla, Webserver (Apache, Nginx), Programmiersprachen (PHP, Python), Frameworks (React, Angular) und vieles mehr.

Durch Skripte und Automatisierung kann WhatWeb große Mengen an Websites scannen, um z. B. veraltete Software oder unsichere Konfigurationen zu finden.

Installation

git clone https://github.com/urbanadventurer/WhatWeb.git

Da WhatWeb in Ruby geschrieben ist, müssen jetzt noch die Abhängigkeiten installiert werden:
sudo apt install -y ruby ruby-dev ruby-bundler build-essential make libssl-dev zlib1g-dev libyaml-dev

Jetzt in den Ordner "./WhatWeb" wechseln und den Webscanner installieren:
sudo make install

Metadaten anzeigen in in eine XML-Datei schreiben
whatweb shemel.de --log-xml=results.xml

User-Agent hinzufügen
whatweb --user-agent "Mozilla/5.0 (Windows NT 10.0; Win64; x64) AppleWebKit/537.36 (KHTML, like Gecko) Chrome/143.0.0.0 Safari/537.36" https://shemel.de


Sonntag, 4. Januar 2026

Open-Source-KI: LLaMA von Meta ist nicht Open Source!

LLaMA wird von Meta unter einer modifizierten MIT-Lizenz veröffentlicht, die kommerzielle Nutzung erlaubt, aber mit starken Einschränkungen:

  • Kein uneingeschränkter Zugang: Der Quellcode ist verfügbar, aber der Zugriff auf die Modellgewichte ist nur nach Genehmigung durch Meta möglich.
  • Nutzungsbedingungen: Meta verbietet die Nutzung für bestimmte Anwendungen (z. B. militärische Zwecke, Hate Speech) und verlangt die Einhaltung ihrer Richtlinien.

Nach der Open Source Initiative (OSI) muss echte Open-Source-Software zum Beispiel die folgenden Kriterien erfüllen:

  • Freie Weitergabe: Jeder darf die Software weitergeben.
  • Quellcode verfügbar: Der Quellcode muss offen zugänglich sein.
  • Keine Diskriminierung: Keine Einschränkung von Personen, Gruppen oder Einsatzgebieten.

LLaMA ist nicht im klassischen Sinne Open Source, sondern ein eingeschränkt verfügbares Modell mit kontrolliertem Zugang. Meta nutzt hier den Begriff „Open Source“ hier eher im Marketing-Sinne.

Eine Alternative ist OLMo, ein Sprachmodell des Allen Institute for AI (Ai2). Es hebt sich durch radikale Transparenz und Offenheit von vielen anderen KI-Modellen ab. Oder auch Apertus als das erste große, vollständig offene und mehrsprachige Sprachmodell (LLM) aus der Schweiz.

Weitere Infos erhält man unter:
Open-Source-KI-Definition (OSAID)

 

Sonntag, 14. Dezember 2025

Steam Deck - Mit Hilfe von Distrobox Linux-Distribution (Ubuntu) in einem Container starten

SteamOS setzt als Immutable System auf ein schreibgeschütztes Root-Dateisystem, weshalb Discover nur Flatpak-Pakete anbietet, klassische Kommandozeilenprogramme sucht man hier vergeblich. Zwar sind Basistools vorinstalliert, doch zusätzliche Software lässt sich nicht einfach über pacman nachinstallieren. Wer weitere Tools benötigt, kann auf das vorinstallierte Distrobox zurückgreifen.


Bei Distrobox handelt es sich um einen Wrapper für Podman oder Docker, welche durch im Hintergrund genutzt werden. Mit wenig Aufwand lassen sich so Images von verschiedenen Linux Distribution (z. B. Ubuntu oder Debian) nutzen, über die sich wiederum weitere Anwendungen installieren lassen.

Hintergrund: Distrobox startet andere Linux-Distributionen in Containern, so kann man deren Paketverwaltung nutzen und sogar auf schreibgeschützten Systemen "sudo" Befehle ausführen. Die Container sind nahtlos ins Host-System integriert. Sie greifen auf das Home-Verzeichnis, Netzwerk und USB-Geräte zu, nutzen aber den Kernel des Hosts, somit handelt es sich nicht um virtuelle Maschinen!

Um z.B. Ubuntu zu installieren ist jetzt eigentlich nur noch der folgende Befehl notwendig: 
distrobox-create -n ubuntu -i docker.io/library/ubuntu:24.04

Es empfiehlt sich aber die folgenden Anleitung "Install Distrobox and Podman PERMANENT on Steam Deck >= 3.5" durchzuführen.

nano ~/.bashrc Add the following line if it’s not already there:
export PATH=/home/deck/.local/bin:$PATH

Install and configure Distrobox To install Distrobox in the defined $PATH, use one of the following commands depending on whether you need the latest version (--next) or not:
curl -s https://raw.githubusercontent.com/89luca89/distrobox/main/install | sh -s -- --prefix $HOME/.local

After installing, create the file ~/.distroboxrc if it doesn't already exist. Open it with:
nano ~/.distroboxrc

Add the following lines to configure Distrobox:
# Ensure the graphical apps can talk to the Xwayland session
xhost +si:localuser:$USER >/dev/null
# Force the use of pulseaudio inside the container
export PIPEWIRE_RUNTIME_DIR=/dev/null
# Needed to ensure distrobox can find the podman binary we previously downloaded
export PATH=/home/deck/.local/bin:$PATH
export PATH=$PATH:/home/deck/.local/bin

Install and configure Podman To install Podman, download the latest version from the GitHub releases page:
curl -L -o /home/deck/Downloads/podman-launcher-amd64 https://github.com/89luca89/podman-launcher/releases/download/v0.0.5/podman-launcher-amd64

Next, move and rename the Podman binary with ROOT permissions to the $PATH:
mv /home/deck/Downloads/podman-launcher-amd64 /home/deck/.local/bin/podman

Then, make Podman executable:
chmod +x /home/deck/.local/bin/podman

Configure the deck user’s UID and GID mapping with the following commands:
sudo touch /etc/subuid /etc/subgid
sudo usermod --add-subuid 100000-165535 --add-subgid 100000-165535 deck 

Configure Distrobox Icon folder - (if you install distrobox with sudo) To ensure Distrobox can store its icons correctly, set the proper permissions on the /home/deck/.local/share/icons folder with:
chown deck:deck /home/deck/.local/share/icons

Verify installations After the installation steps, verify that both Distrobox and Podman are properly installed and configured. Use the following commands:
which distrobox which podman distrobox --version podman --version podman info

To create and test a ROOTLESS container, run:
distrobox create --image docker.io/library/ubuntu:24.04 --name ubuntu

For a ROOT container, use:
distrobox create --image docker.io/library/ubuntu:24.04 --name rubuntu --root


Jetzt lässt such Ubuntu mit dem folgenden Befehl starten: 
distrobox enter ubuntu

Jetzt lässt sich z.B. neofetch installieren:
sudo apt install neofetch 

Container starten / stoppen:
distrobox enter ubuntu
distrobox stop ubuntu


Einen Container löschen:
distrobox rm 

Welche Images zur Verfügung stehen:
distrobox create -C 

Liste der Container:
distrobox list

Container klonen:
distrobox create --clone ubuntu -n ubuntu-klon

Portweiterleitung einrichten:
distrobox create --unshare-netns -a "-p 8080:8000" -i ubuntu -n ubuntu-nonet
Mit "-p 8080:8000" landen alle Anfragen, die an Port 8080 des Host-Systems ankommen, direkt im Container an Port 8000.

Pakete bei distrobox create mithilfe von --additional-packages (-ap) direkt in den Container integrieren (z.B. neofetch und iproute2):
distrobox create -i debian:latest -n debian -ap "neofetch iproute2"

Container beim Erzeugen mit der Option --home einen beliebigen anderen Ordner als Heimatverzeichnis verwenden lassen:
distrobox create -i debian:latest -n debian --home ~/temp/debianhome

Anwendungen in das Startmenü des Host-Systems einbinden, mit --extra-flags kann Parameter hinzufügen:
distrobox-export
distrobox-export --app chromium



Dienstag, 4. November 2025

Steam Deck - Dymo LabelWriter 450 Treiber installieren und Etiketten drucken mit gLabels (Linux)

Ich selber besitze schon seit Jahren einen Dymo LabelWriter 450 um Adressetiketten oder auch Briefmarken zu drucken. Allerdings wird die Software von Dymo selber nur für Windows oder macOS angeboten. In diesem Beitrag beschreibe ich, wie auch eine Installation unter Linux (ArchLinux) beim Steam Deck funktioniert.


LabelWriter anschließen
Wird der LabelWriter per USB angeschlossen, so kann mit dem Kommando lsusb überprüfen ob er korrekt erkannt wurde.
Bus 001 Device 012: ID 0922:0020 Dymo-CoStar Corp. LabelWriter 450


CUPS installieren
Wird der LabelWriter korrekt erkannt, muss als nächstes die Druckersoftware CUPS (sudo pacman -S cups) installiert werden. Siehe hierzu auch meinen Beitrag Steam Deck - Install HP printer and scanner driver for ArchLinux (CUPS).
Ubuntu: sudo apt install cups cups-client printer-driver-dymo


DYMO-Druckertreiber installieren
Jetzt muss der DYMO-Druckertreiber installiert und gebaut werden.
git clone https://aur.archlinux.org/dymo-cups-drivers.git
cd ~/dymo-cups-drivers/
nano PKGBUILD
makepkg -si

Sollte der Fehler "==> FEHLER: Cannot find the fakeroot binary." erscheinen, muss noch das folgende Paket installiert werden: 
sudo pacman -S --needed base-devel

Sollte der Fehler "configure: error: C preprocessor "/lib/cpp" fails sanity check See `config.log' for more details ==> FEHLER: Ein Fehler geschah in build()." und in der in der "config.log" finden sich Fehler, wie z.B. 
/usr/include/bits/local_lim.h:38:10: fatal error: linux/limits.h: No such file or directory
/usr/include/sys/cdefs.h:31:3: error: #error "You need a ISO C or C++ conforming compiler to use the glibc headers"

Make und/oder GCC können die Header-Dateien auf Steam Deck nicht finden! SteamOS entfernt einige Header-Dateien, um Speicherplatz zu sparen. Um diese wiederherzustellen muss man folgendes tun:
sudo steamos-devmode enable
sudo steamos-unminimize --dev

Update 2026-04 (Not enough free space for steamos-unminimize): https://github.com/ValveSoftware/SteamOS/issues/1869

Die 5‑GB‑Root‑Partition ist fest und wird im Dev‑Mode sehr schnell voll, weil viele Schreibschutz‑ und Overlay‑Mechanismen wegfallen.

steamos-unminimize hat KEINE Option --disable. Alles, was steamos-unminimize --dev installiert hat, bleibt auf der Root‑Partition, bis man es manuell entfernt oder das System neu flashst.

Workaround: Dev‑Pakete gezielt entfernen!

pacman -Qi | awk '/Name/{name=$3} /Installed Size/{print $4" "$5" "name}' | sort -h
sudo pacman -Rns <paketname> 

Empfehlung: Nutze Distrobox für Entwicklung, nicht Root (z.B. Arch, Fedora, Ubuntu‑Container).


DYMO-Drucker einrichten
Die Adresse des Dymo LabelWriter muss ermittelt werden, damit man ihn unter CUPS einrichten kann:
lpinfo -v | grep DYMO
direct usb://DYMO/LabelWriter%20450?serial=11081117133724 

Mit Hilfe von "lpadmin" kann der Drucker jetzt angebunden werden. Hier mit dem  Linuxtreiber von DYMO, auch die RAW-Variante wäre möglich.
lpadmin -p dymo-label -v usb://DYMO/LabelWriter%20450?serial=11081117133724  -P /usr/share/cups/model/lw450.ppd
#lpadmin -p dymo-label-raw -v usb://DYMO/LabelWriter%20450?serial=11081117133724 -E -m raw


Mit dem Befehl "lpstat -v" kann überprüft werden, welche Drucker aktuell angebunden sind:

Die hinzugefügte Drucker-Instanz muss noch in CUPS aktiviert werden, bevor man sie verwenden kann:
cupsenable dymo-label #Warteschlange starten
cupsaccept dymo-label #Aufträge annehmen


Mit dem folgenden Befehl, lässt sich direkt über die Konsole ein schneller Testausdruck machen:
echo Dymo Druckertest! > testdruck.txt
lp -d dymo-label testdruck.txt


Etiketten drucken mit gLabels
Mit Hilfe von gLabels lassen sich Etiketten und Visitenkarten erstellen. 
Es gibt sogar passende Vorlagen für Dymo (Datei-> Neu, Marke -> Dymo, Seitenformat: beliebig) auswählen. Nun auf "Dymo 99012" Große Adressaufkleber klicken und die Auswahlmöglichkeiten bestätigen. 

Es können auch aufbereitete CSV-Datei in einem Textfeld importiert werden (Serienbrief-Funktion).


Dienstag, 14. Oktober 2025

Domain - Digitale Spurensuche mit dem Tool theHarvester

theHarvester ist ein OSINT-Tool, das automatisiert öffentlich verfügbare Informationen zu Domains aggregiert. Es nutzt über 40 Datenquellen (Suchmaschinen, DNS-Scanner und Metadaten-Dienste), um IPs, Subdomains, E-Mail-Adressen und mehr für eine initiale Angriffsflächenanalyse zu erfassen. Eine weitere Möglichkeit hatte ich vor einiger Zeit unter Security - Amass (Automated Attack Surface Mapping).


theHarvester ist über Kali Linux bereits vorinstalliert (siehe auch Windows-Subsystem für Linux (WSL) - Installation Kali Linux). Alternativ lässt sich theHarvester auch via Docker, pipx oder über den Python-Paketmanager uv aus dem lokalen Quellcode starten. Siehe auch https://github.com/laramies/theHarvester/wiki/Installation.

Unter Windows 11 kann man die Module mit dem Paketmanager winget installieren:
winget install uv Git.Git
git clone https://github.com/laramies/theHarvester
cd theHarvester


Steam Deck (Arch Linux) Installation:
curl -LsSf https://astral.sh/uv/install.sh | sh
source ~/.local/bin/env
git clone https://github.com/laramies/theHarvester
cd theHarvester

Ausführen (-d 'shemel.de' Domain welche zu untersuchen ist, -b 'all' alle hinterlegten Quellen durchsuchen):
uv run theHarvester -d shemel.de -b all


Mit Hilfe von -f result, lassen sich alle Ergebnisse in eine result.xml und result.json schreiben.

Die Meldung "Missing API key for …" bedeutet, dass diese Dienste einen API-Schlüssel benötigen, für die in der Regel Gebühren anfallen. Den Schlüssel muss man in die Datei "api-keys.yaml" eintragen.

Freitag, 5. September 2025

QR-Code - Scan mit Risiko

Was früher nur in Werbung oder auf Verpackungen auftauchte, ist heute allgegenwärtig "QR-Codes". Wie man diese generieren kann habe ich unter Windows - QR Code generieren (Edge-Browser oder Word-Dokument) und Python - Generierung von QR-Code Bildern beschrieben.

Hinter dem praktischen Zugang zu Webseiten und Informationen lauert eine wachsende Gefahr. Cyberkriminelle nutzen manipulierte QR-Codes, um Nutzer auf täuschend echte Phishing-Seiten zu locken. Wer unbedacht scannt, riskiert, sensible Daten preiszugeben oder Opfer von Identitätsdiebstahl zu werden. Die perfide Masche: Die eingebetteten Links wirken harmlos, sind es aber oft nicht.

Mehr Sicherheit durch spezialisierte QR-Code-Apps

Die Standard-Kamera-Apps von Android und iOS zeigen beim Scannen eines QR-Codes meist nur die Zieladresse und das oft verkürzt oder unvollständig. So bleibt verborgen, wohin der Link tatsächlich führt. Mit raffiniert gestalteten URLs können Angreifer Nutzer gezielt täuschen. Abhilfe schaffen dedizierte QR-Code-Leser-Apps. Sie bieten mehr Transparenz, zeigen die vollständige URL und helfen dabei, verdächtige Links frühzeitig zu erkennen. 

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte beim nächsten Scan lieber zweimal hinschauen!

Montag, 25. August 2025

Agile Softwareentwicklung - Nützliche Tricks für den Git-Alltag

In den Beiträgen Agile Softwareentwicklung - Software im Team entwickeln hatte ich mich mit den allgemeinen Begriffen (Contributor, Maintainer, Pull Request / Merge Request, Commit und Issue) beschäft und GitHub Flow kurz erklärt.

In der c't 17/2025 gibt es einen guten Beitrag zum Thema "Git-Stolperfallen im Alltag". Siehe https://www.heise.de/select/ct/2025/17/2519512434440349082.

Dabei werden folgende nützliche Tricks für den Git-Alltag gegeben:

  • Wie kann ich verhindern, dass sensible Daten versehentlich in einem Commit landen?
    • Stelle sicher, dass Dateien mit sensiblen Informationen (z.B. .env, config.json) in der .gitignore Datei aufgeführt sind.
  • Wie finde ich heraus, welche Code-Zeile von welchem User kommt?
    • git blame <dateiname>
    • Für detaillierte Historie:
    • git log -L :functionName:<dateiname>
    • Für eine bestimmte Zeilenrange:
    • git log -L 10,20:<dateiname>
  • Wie behebe ich einen missratenen Commit vor dem Push? Ich vergesse häufig Dateien oder vertippe mich in der Commit-Nachricht. 
    • git commit --amend
  • In einem Projekt pflegen wir zahlreiche Branches und verlieren häufig den Überblick. Was können wir besser machen? 
    • Ein konsistentes Namensschema hilft sofort beim Erkennen des Zwecks eines Branches
    • feature/<ticket-id>-<beschreibung>
    • bugfix/<ticket-id>-<beschreibung>
    • hotfix/<beschreibung>
    • release/<version>
  • Ich habe ein Projekt gestartet, an dem nun weitere Leute mitwirken sollen. Wie sollten die Commits idealerweise aussehen, damit das Projekt wartbar bleibt?
    •  Ein guter Commit sollte kurz, präzise und aussagekräftig sein. Ideal ist ein zweigeteilter Aufbau:
    • Kurze Zusammenfassung (max. 50 Zeichen)
    • Optional: ausführlichere Beschreibung (max. 72 Zeichen/Zeile)
  • Ich habe zahlreiche unterschiedliche Änderungen an einer Datei vorgenommen, wie reiche ich diese in mehreren Commits ein? 
    • Datei nicht direkt committen, sondern Änderungen stagen
    • git add -p <dateiname>
  • Ein Git-Repository soll auf einen anderen Server verschoben werden. Wie geht das am einfachsten? 
    • Repository klonen und auf neuen Server pushen
    • git clone --bare <url-zum-alten-repo>
    • cd <repo-name>.git
    • git remote add new-origin <url-zum-neuen-repo>
    • git push --mirror new-origin

 

Donnerstag, 21. August 2025

Sonderzeichen - Schnell und einfach in beliebige Dokumente und Webseiten einbinden

CopySymbol ist eine Website, die tausende Sonderzeichen in über 70 Kategorien anbietet. Darunter z.B. Pfeile, Klammern, Wetter- und Währungssymbole, Smileys, geometrische Formen und vieles mehr. Als Nutzer kann man sich diese Zeichen ganz einfach per Klick in die Zwischenablage kopieren und in eigene Dokumente einfügen.



Zusätzlich bietet die Seite:

  • technische Infos zu jedem Symbol (Unicode-, HTML-, HEX- und CSS-Code),
  • Anpassungsmöglichkeiten wie Farbe, Schriftart und Größe,
  • Export als PNG oder SVG,
  • sowie HTML-Code-Schnipsel zur Einbindung in die eigene Webseite.