Freitag, 17. Mai 2024

DNS - HTTPS Resource Record verwenden (Backup Server, Port-Signalisierung)

In meinem letzten Beitrag zum Thema DNS habe ich gezeigt, wie man die Eigene Domain auf eine andere IP mit Hilfe von Bind umleiten kann. Mit Hilfe des Domain Name System (DNS) wird die Namensauflösung im Internet durchgeführt. Diese Einträge werden als Resource Records (RR) bezeichnet. Die A- und die AAAA-Records sind zum Beispiel die Einträge für IPv4-/IPv6-Adressen der Server. Der DNS-Record „HTTPS“ kann als weiteres Steuerelement verwendet werden.


Der HTTPS-Record ist eine Variante des SVCB-Records und wurde speziell für die Verwendung mit dem HTTPS-Protokoll entwickelt. Um eine HTTPS-Verbindung aufzubauen, muss ein Client in der Regel zuerst eine HTTP-Verbindung aufbauen, dies erzeugt Latenz. Der DNS-Eintrag vom Typ HTTPS kann diese Latenz zu verringern.

Aufbau des HTTPS Resource Records

example.com. 300 IN HTTPS 10 backup01.example.com. alpn="h3,h2" port=8443

  • example.com. => Name - Domainname der Website
  • 300 => TTL - Time to Live: maximale Caching-Zeit
  • IN => Klasse Internet (konstanter Wert)
  • HTTPS => Typ des Resource Records
  • 10 => SvcPriority - Priorität des Eintrags (kleiner Wert = höhere Priorität)
  • backup01.example.com. => TargetName - Hostname des Webservers. Der Wert „.“ bedeutet, dass der Hostname dem Domainnamen der Website entspricht
  • alpn="h3,h2" port=8443 => SvcParams - Liste von definierten Parametern nach dem Schema „key=value“.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/HTTPS_Resource_Record

Die Abfrage des HTTPS-Record ist mit den Tools dig oder kdig möglich. Nicht aber mit nslookup!
dig google.com https

Installation mit Hilfe von sudo pacman -S dnsutils

Beispiele für die Nutzung des HTTPS-Record

Backup Server
example.com. 300 IN HTTPS 10 backup01.example.com.
example.com. 300 IN HTTPS 20 backup02.example.net.
example.com. 300 IN HTTPS 30 backup03.example.de.


Port-Signalisierung
app1.example.de IN HTTPS 1 . port=8443
Hier wird die Applikation nicht über den üblichen Port 443 ausgeliefert. Die Eingabe vom Port https://app1.example.de:8443/login in der URL kann entfallen.

Beispiel Abfragen von Records mit Hilfe von nslookup

Nslookup gefolgt vom Domänennamen zeigt den „A-Record“ (IP-Adresse) der Domain an.

(deck@steamdeck ~)$ nslookup shemel.de
Server:         127.0.0.53
Address:        127.0.0.53#53


Non-authoritative answer:
Name:   shemel.de
Address: 178.254.0.77



Abfrage des NS-Eintrags einer Domain
Der NS-Eintrag zeigt alle Nameserver einer Domain an.

(deck@steamdeck ~)$ nslookup -type=ns shemel.de
Server:         127.0.0.53
Address:        127.0.0.53#53

Non-authoritative answer:
shemel.de       nameserver = ns01.1blu.de.
shemel.de       nameserver = ns02.1blu.de.



Abfrage des MX-Eintrags
Der MX-Eintrag (Mail-Exchange-Server) einer Domain. Siehe auch Mailserver - Zugriff auf TCP Port 25 (smtp) mit telnet testen.

(deck@steamdeck ~)$ nslookup -type=mx microsoft.com
Server:         127.0.0.53
Address:        127.0.0.53#53

Non-authoritative answer:
microsoft.com   mail exchanger = 10 microsoft-com.mail.protection.outlook.com


Mittwoch, 17. April 2024

PowerShell - ISO-Dateien mounten (Mount-DiskImage)

Bei älteren Versionen von Windows wurden noch separate Tools benötigt, um ISO-Dateien als virtuelle Laufwerke einzubinden (mounten). Seit Windows 8 ist dies mit Hilfe der PowerShell und der Funktion Mount-DiskImage Out-of-the-box möglich.


Mounting ISO

ISO-Datei über -ImagePath übergeben (absoluter Pfad inklusive Laufwerkskennnung):

Mount-DiskImage -ImagePath "E:\ISO-Files\My US Visit Fall 2010 Pictures.iso"

Dismount

Ein Dismount erfolgt mit Hilfe der Funktion Dismount-DiskImage:

Dismount-DiskImage -ImagePath "E:\ISO-Files\My US Visit Fall 2010 Pictures.iso"


Montag, 25. März 2024

VoIP - Festnetznummern umziehen und per SIP (auch im Mobilfunk) nutzen

In diesem Beitrag möchte ich euch zeigen, wie man z.B. die Festnetznummern der Eltern, Großeltern, Mitbewohnern oder als Erbe übernehmen kann und die oftmals viel kürzeren Rufnummern weiter nutzen kann.Alternativ ist auch gänzlicher Verzicht auf das Festnetz möglich, denn mit einer 4G/5G AVM FRITZ!Box lässt sich auch zu Hause mit Festnetztelefonen mobil telefonieren.

Festnetznummern sind sind aktuell bis zu 12 Stellen lang. Kürzere Nummern, wie z.B. vom Ski-Lift Eisenberg (06677-666) werden NICHT MEHR NEU VERGEBEN!

"Aktuell sind Festnetznummern inklusive der führenden Null und der Vorwahl bis zu 12 Stellen lang. Ist eine Nummer kürzer als nach diesen Vorgaben, wird sie nicht neu vergeben, wenn sie einmal außer Betrieb genommen wurde. Als ehemaliger Inhaber kann man sie maximal sechs Monate lang zurückbekommen, wenn alle Voraussetzungen für eine Zuteilung gegeben sind. Nach dieser Gnadenfrist aber ist sie endgültig weg." Quelle: Stelligkeit - www.bundesnetzagentur.de/865780

Inhaber haben aber die Möglichkeit alte Festnetznummern maximal sechs Monate lang zurückbekommen, wenn die Voraussetzungen dafür gegeben sind. Ein Umzug zu einem VoIP-Anbieter ist möglich und kann somit die ggf. sehr kurze Festnetznummer der Eltern oder Großeltern retten. 

Hierbei sind aber wie bereits oben erwähnt Vorschriften einzuhalten:

  • Der Ortsnetzbezug muss erhalten bleiben.
  • Möchte ich eine Rufnummer in 36286 Neuenstein (Vorwahl 06677) behalten, muss ich dort auch wohnen.
  • Rufnummern lassen sich auf Kinder überschreiben, wenn diese z.B. das ehemalige Elternhaus übernehmen.
  • Tipp: Auch ein Zweitwohnsitz kann hierfür genutzt werden oder die Adresse von Verwandten im Ort mit gleichem Nachnamen.
  • Siehe auch Infoseite der Deutschen Telekom "Übernahme eines Festnetz-Vertrags".

Können die oben genannten Bedingungen erfüllt werden, dann ist ein Umzug nach Kündigung des Festnetzanschlusses zu einem beliebigen VoIP-Anbieter (fonial.de, bellsip.com, voip2gsm.eu) möglich. Eine Alternative wäre auch eine direkte Nutzung z.B. per Handyvertrag bei o2

Jetzt wäre auch eine Nutzung per Fritz!Box (siehe Fritz!Box - VoIP telefonieren per PC) oder Android VoIP Client möglich.

Mit dem Festnetztelefon zu Hause mobil telefonieren

Aktuell kostet der günstigste Telekom Tarif für ein Festnetzanschluss 27,95 EUR im Monat (MagentaZuhause Start). Hierfür ist zudem ein Router erforderlich, da es sich hier um einen DSL-Tarif handelt! Somit belaufen sich die Kosten in einem Jahr auf über 335 EUR.

Für Senioren, welche wie gewohnt per DECT-Telefon erreichbar sein möchten, bietet sich die oben beschriebene Alternative an.

  1. Festnetzvertrag kündigen.
  2. Rufnummer zu einem VoIP-Anbieter umziehen.
  3. Einen LTE-Router kaufen und mit einer günstigen Mobilfunk-Karte betreiben.

So ist z.B. ein Blau Allnet L Flex für 5,99 EUR vollkommen ausreichend und die Kosten für einen LTE-Router sind bereits nach wenigen Monaten amortisiert!

Ein sehr guter LTE-Router ist z.B. die AVM FRITZ!Box 6850 (LTE-Modem, bis zu 150 MBit/s, WLAN AC+N bis 866 MBit/s (5 GHz) und 400 MBit/s (2, 4 GHz), 4 x Gigabit-LAN, 1x USB 3.0) für ca. 170 EUR.


Sonntag, 11. Februar 2024

Retro - Geeignete Shuttle XPC's (SK41G, SS51G) für den Einsatz von 3dfx Voodoo AGP Grafikkarten (3,3V)

Wie sollte ein kompakter Retro-Gaming-PC aus den Jahren 1999 - 2000 am Besten aussehen? In diesem Beitrag möchte euch meine zwei Favoriten vorstellen!

Anfang der 2000er präsentierte Shuttle Inc. die ersten Mini-Aluminium-Barebone-Systeme (XPC). Ein XPC ist ein sehr kompakter PC und lässt sich dank seines Formates auf dem Schreibtisch oder im Wohnzimmerregal verwenden. Die Barebones sind "halbfertige PCs". Sie bestehen aus Hauptplatine, Netzteil, Kühlung und Gehäuse. Die weiteren Komponenten wie Prozessor, Arbeitsspeicher, Festplatte und Grafikkarte können je nach Kundenwunsch gekauft werden.

Quelle: https://archive.shuttle.eu/

3dfx Interactive der 3D-Pionier mitte der 1990er Jahre, bis zur Übernahme durch den Konkurrenten Nvidia im Dezember 2000. Erstmals war es im Jahr 1996 mit einer Voodoo Graphics 3D-Beschleuniger (SST-1, z.B. Diamond Monster 3D, 640 × 480 Pixel) möglich, polygonal gestaltete Spielwelten mithilfe des dedizierten Chips zu beschleunigen und die zuvor blockigen Texturen bilinear zu interpolieren.

Bei der Verwendung von 3dfx Voodoo AGP Grafikkarten ist es extrem wichtig, auf die Spannung (3,3V) des AGP-Steckplatz (AGP 2x) zu achten! Die folgenden Grafikkarten lassen sich daher nur in den zwei genannten Shuttle XPCs verwenden:

Nur die 3dfx Voodoo4 4500 AGP ist AGP 4x fähig und unterstützt den 1,5V-Modus! Sie lässt sich somit auch in anderen Shuttle XPC verwenden. Leider wurde die Voodoo4 4500 AGP nur in geringen Stückzahlen hergestellt und ist mittlerweile auf z.B. eBay für weit über 400 EUR zu bekommen.

XPC SK41G - Mainboard FX41 - Sockel A AMD Athlon XP

 


XPC SS51G - Mainboard FS51 - Socket 478 Intel Pentium 4

Ich selber empfehle für ein "halbwegs" kostengünstiges 3dfx-Retro-Shuttle eine 3dfx Voodoo3 2000 / 3000 AGP 16MB Grafikkarte. Die Voodoo3 war der zweite 2D/3D Kombichip von 3dfx.

Aufgrund des kleinen passiven Kühler der Voodoo3 2000, passt diese perfekt in die Shuttle XPC (SK41G, SS51G) und ist der Voodoo3 3000 ggf. zu bevorzugen. 


Gekühlt wird diese Karte (wie fast alle Modelle) passiv, was zur folge hat das der Kühler nach kurzer Zeit sehr heiß wird. Allerdings war bisher in meinem Shuttle keine aktive Kühlung notwendig, da die XPCs sehr gut belüftet sind. 

Meine aktuelle Konfiguration des Shuttle XPC SK41G

CPU: AMD XP 2400+ (Thoroughbred) SDA2400DUT3D Sockel 462 A FSB333

  • Frequency: 1667 MHz
  • Bus speed: 333 MHz
  • Level 1 cache size: 64 KB code; 64 KB data
  • Level 2 cache size: Full speed on-die exclusive 256 KB

Grafikkarte: 3dfx Voodoo 3 3000 AGP

  • RAM: 16 MB
  • Speichertakt: 166 MHz
  • RAMDAC: 350 MHz
  • Chiptakt: 166 MHz
  • Connectors: VGA, TV-Out


Arbeitsspeicher: 512 MB RAM (2x 256 MB DDR266 Speicher)

Festplatte: 40GB HDD Seagate Festplatte IDE ST340014A Barracuda 7.200 rpm

Laufwerke: 

  • NEC ND-1100A DVD+RW Brenner ATAPI IDE dunkelgrau
  • 1,44MB Diskettenlaufwerk

Soundkarte: Creative Labs Sound Blaster Live CT4670 PCI

Microsoft Sidewinder Gamepad 1.0 (Game Port)

Betriebssystem: Windows 98 SE mit dem neuesten Service Pack, siehe www.creopard.de/projekte/windows-98-se-service-pack.htm .

3dfx Treiber: Voodoo3 2000/3000 AGP/PCI - Windows 95/98/ME WHQL - Version 1.07.00 (30.11.2000) 8.36 MB

Installierte Games:

  • Unreal, Unreal Tournament, Age of Empires, Quake, Quake II, Blood, Need for Speed II SE, Shadow Warrior, Duke Nukem 3D, Dune 2000, FIFA: Road to World Cup 98, Tomb Raider, Turok, Z

 

Ich wünsche viel Erfolg beim Nachbauen!

Sonntag, 28. Januar 2024

Raspberry Pi - Ermitteln der CPU-Temperatur (vcgencmd)

Die Überwachung der Temperatur des Raspberry Pi kann sehr wichtig sein, wenn man ihn in einem Bereich mit einer geringer Luftzirkulation betreibt.Offiziell ist der Prozessor für  Temperaturen von ca. -40 °C bis 85 °C ausgelegt.

Das Ablesen der Temperatur kann mit dem folgenden Befehl durchgeführt werden:

vcgencmd measure_temp

oder

/opt/vc/bin/vcgencmd measure_temp


Hinweis: Wenn sich die Temperatur des Raspberry Pi der Obergrenze nähert, beginnt das System automatisch, den Prozessor zu drosseln!

Samstag, 27. Januar 2024

Asymmetrische Kryptografie - Grundwissen (Zertifikate, OpenSSL, Public-Key-Authentifizierung, RSA)

In diesem Beitrag beschreibe ich das asymmetrische Kryptosystem. Ich zeige, wie man private Schlüssel mit dem Kommandozeilentool OpenSSL generieren und verwenden kann. Am Ende des Beitrags hat man verstanden, was genau eigentlich Zertifikate von CA’s mit einer Public-Key-Authentifizierung und RSA zu tun haben.


OpenSSL

Als Basis Tool für den Umgang mit privaten und öffentlichen Schlüsseln, Zertifikaten oder Zertifizierungsanfragen dient das Kommandozeilentool openssl. OpenSSL verfügt zudem über eine Vielzahl von Befehlen um Schlüssel und Zertifikate zu erstellen, zu Signieren, Umzuwandeln oder zu verschlüsseln.
Bei den meisten Linux Versionen (z.B. Ubuntu bzw. Ubuntu für WSL) ist es in der Regel vorinstalliert. Alternativ ist auch eine Verwendung von OpenSSL unter Windows mit den Binaries ohne Probleme möglich, siehe https://wiki.openssl.org/index.php/Binaries.

Um zu überprüfen, welche OpenSSL-Version installiert ist, kann man mit dem folgenden Befehl herausfinden:

(deck@steamdeck ~)$ openssl version
OpenSSL 1.1.1q  5 Jul 2022


Basiswissen Zertifikate

Mit Hilfe von Zertifikaten ist es möglich eine gesicherte Verbindung zwischen zwei Rechnern aufzubauen. Wir sprechen hier von asymmetrischer Kryptografie. Ein Zertifikat besteht aus einem Schlüsselpaar. Einem Private-Key (geheim und gut schützen), einem Public-Key (öffentlich) und einer Signatur von einer vertrauenswürdigen Zertifizierungsstelle (Certificate Authority - CA). 

Verschlüsselt ein Sender seine Nachricht mit dem Public-Key, kann nur der Empfänger mit dem Private-Key diese wieder entschlüsseln.

Damit die Zertifizierungsstelle das Schlüsselpaar mit seiner eigenen digitalen Signatur zur Authentifizierung (die Angaben des Antragstellers werden überprüft und bestätigt) signieren kann, sind einige Informationen notwendig (Gebräuchlicher Name (CN), Organisation (O), Organisationseinheit (OU), Land/Region (C), Bundesstaat (ST), Ort (L), Domain, E-Mail). Diese werden in einer CSR-Datei (Certificate Signing Request) gespeichert.

Country Name (2 letter code) [AU]: DE
State or Province Name (full name) [Some-State]: Hessen
Locality Name (eg, city) []: Bad Hersfeld
Organization Name (eg, company) [Internet Widgits Pty Ltd]: Ski-Club e.V.
Organizational Unit Name (eg, section) []:
Common Name (eg, YOUR name) []: www.scxyz.de
Email Address []: webmaster@scnxyz.de

Um jetzt ein signiertes Zertifikat zu erhalten, muss man die CSR-Datei an die jeweilige Zertifizierungsstelle (Verisign, GeoTrust, GlobalSign, CAcert) senden. Nach eine Überprüfung und Bestätigung der angegeben Daten, bekommt man von Zertifizierungsstelle ein signiertes Zertifikat zurück.

Wichtige Dateinamenserweiterungen von Zertifikaten:

  • .KEY - Schlüsselpaar aus öffentlichen (Public-Key) und privaten Schlüssel (Private-Key, geheimer Schlüssel)
  • .CSR - Base64-kodierte Zertifizierungsanfrage des öffentlichen Schlüssels (plus weitere Metadaten des Besitzers) an eine CA
  • .CRT - Finales signiertes Zertifikat, DER- oder Base64-kodiert
  • .PEM - Schlüsselteile (Public-Key oder signiertes Zertifikat mit Private-Key) Base64-kodiertes

Erstellung eines Zertifikats (Private-Key und Pubilc-Key extrahierern)

Die Erstellung erfolgt in zwei Schritten mit Hilfe von openssl. Zunächst muss ein Private-Key mit Hilfe von openssl genrsa generiert werden:

openssl genrsa -out example-rsa-key.pem 2048

Hinweis: Dieser Befehl ist veraltet, siehe auch genrsa => Generation of RSA Private Key. Superseded by openssl-genpkey(1).

openssl genpkey -algorithm RSA -pkeyopt rsa_keygen_bits:2048 -out example-rsa-key.pem

Die Erstellung eins passwortgeschützten Schlüsselpaars erfolgt mit der Endung -aes256

openssl genpkey -algorithm RSA -pkeyopt rsa_keygen_bits:2048 -out example-rsa-key.pem -aes256

In diesem Beispiel wird ein RSA-Schlüssel mit 2048 Bit Länge erstellt. Laut BSI werden RSA-Schlüssel mit 3000 Bit empfohlen. Auch wird mit dem Befehl nicht nur der Private-Key, sondern auch der Public-Key erstellt!

Mit dem folgenden Befehl kann man den Public-Key extrahieren:

openssl rsa -in example-rsa-key.pem -pubout -out example-rsa-key-public.pem

Certificate Signing Request (CSR) => signiertes Zertifikat

Im nächsten Schritt muss ein Certificate Signing Request erstellt werden (siehe oben Basiswissen). Die Informationen welche hier hinterlegt werden, sind für die Authentifizierung (CA) sehr wichtig!

openssl req -new -key example-rsa-key.pem -out example.csr


Mit dieser CSR-Datei erhält man von der Zertifizierungsstelle, ein gültiges öffentliches Zertifikat!

Hinweis: Zertifikate müssen nicht immer von einer vertrauenswürdigen Zertifizierungsstelle signiert werden. Zum Beispiel für eine interne Kommunikation zwischen Servern sollte ein selbst signiertes Zertifikat genügen!

openssl x509 -in example.csr -out example.crt -req -signkey example-rsa-key.pem -days 3650

In der Datei example.crt befindet sich nun das signierte Zertifikat!

Auslesen kann man diese Datei mit dem folgenden Befehl:

openssl x509 -in example.crt -noout -text
Certificate:
   Data:
       Version: 1 (0x0)
       Serial Number:
           5e:b7:ad:d4:4a:c9:bb:50:90:e9:16:d2:17:59:4e:d1:5d:e3:66:9d
       Signature Algorithm: sha256WithRSAEncryption
       Issuer: C = DE, ST = Hessen, L = Bad Hersfeld, O = Ski-Club, CN = www.xyz.de, emailAddress = webmaster@xyz.de
       Validity
           Not Before: Jan 27 18:37:06 2024 GMT
           Not After : Jan 24 18:37:06 2034 GMT
       Subject: C = DE, ST = Hessen, L = Bad Hersfeld, O = Ski-Club, CN = www.xyz.de, emailAddress = webmaster@xyz.de
       Subject Public Key Info:
           Public Key Algorithm: rsaEncryption
               RSA Public-Key: (2048 bit)
               Modulus:
                   00:b6:6f:47:46:42:60:05:51:55:03:e4:a6:30:54:
                   6a:e3:cc:ac:ef:0c:2a:37:37:ea:fa:bf:30:ed:b0:
                   f8:11:14:28:69:f4:69:70:d0:cd:e7:56:ed:b4:f2:
                   15:8a:f4:dc:4e:19:d4:3d:f1:fd:b5:d4:ca:fd:38:
                   ae:5c:7a:2c:d4:bf:94:e7:17:5c:e6:de:a1:d3:47:
                   d7:c4:35:dc:04:c0:e4:09:c9:f9:0d:e5:ab:90:1c:
                   b4:ab:3f:92:02:4b:4b:6d:62:2f:ff:eb:89:84:93:
                   ab:d3:3c:f4:8a:49:4f:37:f7:2f:77:10:b2:b4:4d:
                   8a:9e:70:54:19:29:57:9f:77:8b:a3:88:c1:16:f7:
                   c0:be:d0:63:de:c4:c0:92:70:6f:2d:88:44:c7:cb:
                   a4:70:4e:d3:86:00:30:9f:29:c2:13:39:44:72:ad:
                   17:d7:12:da:a4:ac:db:a0:2a:25:0c:c3:9a:6d:4e:
                   8f:55:eb:28:34:4a:86:08:0e:4e:8a:1a:7b:93:e5:
                   fb:48:f7:b7:53:85:aa:89:6f:a3:6b:4e:0a:05:6b:
                   f8:c6:d4:b2:9b:60:3c:00:a8:dc:3f:58:79:75:23:
                   c3:d0:43:42:34:ae:0a:96:bf:1d:28:d5:c4:4b:ce:
                   55:66:67:c4:dd:3d:5e:51:5b:b4:7f:c2:66:12:35:
                   55:25
               Exponent: 65537 (0x10001)
   Signature Algorithm: sha256WithRSAEncryption
        a2:73:df:99:2a:90:ae:a8:04:dc:b4:88:68:82:a8:49:00:f5:
        72:d8:d3:e1:05:59:cd:80:9a:25:5c:77:79:dc:fc:c0:ab:26:
        54:6e:b7:ab:98:ce:7e:1f:e4:a6:a2:0b:03:54:31:3e:41:23:
        69:36:59:06:d6:68:41:6e:80:a6:be:3f:ef:04:f3:8a:8b:2d:
        ae:ae:62:ce:8b:33:fb:2b:a7:61:8f:a3:a4:3a:ff:e8:2b:32:
        c8:8b:1e:5e:d2:dd:48:07:18:ec:73:73:7b:61:34:bd:a9:8d:
        66:87:fc:0a:42:8f:e2:d5:9a:1e:83:b4:b4:91:c2:ff:c1:2c:
        ce:21:07:f2:43:3b:e6:b5:42:ee:a7:89:7f:9f:9f:ba:7b:c1:
        a2:39:31:52:3b:39:eb:03:58:0f:4e:f5:c9:f2:26:73:20:bc:
        05:a0:a3:5a:02:6c:74:6a:5c:82:c0:69:8d:a4:29:66:0b:c2:
        e1:e2:08:fd:3c:50:ee:86:03:53:eb:b4:0e:7f:53:1d:6b:b9:
        6c:5b:4e:6b:81:85:3b:38:2a:d7:39:c9:88:50:56:9f:68:51:
        6f:62:a6:76:70:13:ab:30:e5:75:4e:24:c2:d5:5c:91:72:06:
        f5:90:ea:b3:46:50:21:aa:3d:3e:33:2d:c2:ae:ce:2d:70:ea:
        41:0a:b4:f5


Quellen: c't 2/2024 S. 126 und https://cheat.readthedocs.io/en/latest/openssl.html